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16.10.2013

08:39 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index steigt leicht

Das Haushaltschaos in den USA irritiert die Anleger in Fernost. Dennoch bewegt sich der Leitindex am japanischen Aktienmarkt ins Plus.

Börsenkursanzeige in Tokio. Reuters

Börsenkursanzeige in Tokio.

TokioDie unmittelbar bevorstehende Frist zur Einigung im US-Haushaltstreits hat die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten in Atem gehalten. Investoren wagten sich am Mittwoch kaum noch aus der Deckung, während Demokraten und Republikaner in Washington weiterhin um eine Lösung der Etatkrise rangen.

Die Ratingagentur Fitch machte Druck und warnte die USA vor einer Herabstufung. Ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze bis Donnerstag droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit. "Angesichts der Möglichkeit, dass sich die US-Politiker jederzeit einigen können, warten die meisten Investoren heute ab", sagte Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Asset Management.

Der Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans lag rund 0,2 Prozent im Minus. In Tokio trat der Nikkei lange auf der Stelle und ging dann mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent mit 14.467 Punkten aus dem Handel. Es war der sechste Anstieg in Folge und trotz der mauen Zugewinne der höchste Schlusskurs seit zwei Wochen.

Auch an den Börsen in Australien und Südkorea gab es wenig Veränderung. Verluste verbuchten dagegen chinesische Aktien. Der CSI300 und der Index der Börse Shanghai gaben rund 1,7 Prozent nach. An der Börse in Hongkong ging es mit 0,7 Prozent bergab.

Die Nerven der Händler seien angespannt, sagte der Marktstratege Stan Shamu von IG in Melbourne. Einerseits weckte ein Mitarbeiter des US-Senats Hoffnungen, die Kongresskammer könne sich in Kürze auf einen gemeinsamen Entwurf zur Anhebung der Schuldengrenze und einen Übergangsetat für den Bund einigen. Andererseits deutete sich im Repräsentantenhaus keine echte Bewegung an.

Wenn Demokraten und Republikaner sich bis Donnerstag nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, kann die Regierung in Washington ihre Verpflichtungen nur noch aus den laufenden Einnahmen und der mit etwa 30 Milliarden Dollar gefüllten Barkasse bezahlen.

Schon in den folgenden Wochen droht damit, dass die USA Rechnungen nicht mehr begleichen kann - mit weitreichenden Folgen für die globale Konjunktur. Investoren falle es allerdings schwer, eine Pleite der USA einzupreisen, da es so ein Szenario noch nie gegeben habe, betonten Händler. Daher sei es noch überraschend ruhig an den Märkten.

Von

rtr

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