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20.08.2013

10:04 Uhr

Börse Tokio

Nikkei-Index verliert mehr als zwei Prozent

Die Aktienmärkte in Japan haben schwächer geschlossen. Die Spekulationen über die US-Geldpolitik sind der wichtigste Grund dafür. Unter Druck standen Aktien von Autobauern.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

Tokio Die Unsicherheit über die geldpolitische Wende der US-Notenbank (Fed) hat die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag tief ins Minus gedrückt. Börsianer wagten keine Engagements, da unklar ist, wann die Fed ihre massiven Anleihenkäufe zur Ankurbelung der Konjunktur zurückfahren wird.

"Die meisten Investoren scheinen eine abwartende Haltung einzunehmen", sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Neue Aufschlüsse könnte das Protokoll der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Fed geben, das am Mittwoch veröffentlicht wird.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte 2,6 Prozent tiefer mit 13.396 Punkten. Auf dem Verkaufszettel standen unter anderem Unternehmen, die in Schwellenländern wie Indien und Indonesien engagiert sind. Der Kurs des Autobauers Suzuki brach acht Prozent ein, der von Daihatsu sechs Prozent.

In Indien weckt der anhaltende Kursverfall der Rupie Krisenängste. Auch die indonesische Währung Rupiah ist unter Druck. Beide Länder gehören zu den Hauptleidtragenden der aktuellen Kapitalflucht aus Schwellenstaaten. Diese ist insbesondere Folge der Erwartung an den Finanzmärkten, dass die ultralockere Geldpolitik der US-Notenbank sich dem Ende zuneigt.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan gab 1,9 Prozent nach.

Die Gründer des chinesischen Internet-Riesen Alibaba setzen offenbar alles daran, nach dem mit Spannung erwarteten Börsengang die Zügel weiterhin in der Hand zu halten. Derzeit würden Gespräche mit der Hongkonger Börse geführt, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Es wird erwartet, dass Alibaba dort bis zum Jahresende seine mehr als 15 Milliarden Dollar schwere Neuemission durchzieht. Allerdings gilt die Hongkonger Börse als Gegner von sogenannten dualen Notierungen, bei denen im Allgemeinen die Firmengründer und das Management über die individuellen Anleger gestellt werden.

Solche Strukturen müssten zudem von der zuständigen Börsenaufsicht genehmigt werden, die ein entsprechendes Anliegen bereits im Falle des Fußball-Clubs Manchester United abgelehnt hatte. Dieser ging dann letztlich in New York an die Börse.

Von

rtr

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