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11.05.2015

09:57 Uhr

Börse Tokio

Nikkei kräftig im Plus

Die chinesische Notenbank möchte die Konjunktur ankurbeln. Das freut auch die Anleger in Japan. Der Nikkei schließt 1,3 Prozent im Plus.

Die Konjunkturpflege der chinesischen Notenbank kommt an der Börse gut an. ap

Japanerinnen in Tokio

Die Konjunkturpflege der chinesischen Notenbank kommt an der Börse gut an.

Die erneute Zinssenkung in China hat am Montag die asiatischen Börsen in Schwung gebracht. Die Anleger begrüßten die Entscheidung als Maßnahme zur Ankurbelung der Konjunktur und rechnen mit weiteren Schritten zur Lockerung der Geldpolitik in China. Die Zentralbank in der Volksrepublik hatte am Sonntag das Zinsniveau zum dritten Mal innerhalb von sechs Monaten zurückgeschraubt.

Als Reaktion darauf lagen alle wichtigen asiatischen Börsen am Montag im Plus. Der Index asiatisch-pazifischer Werte außerhalb Japans kletterte um gut 1,3 Prozent. In Tokio schloss der 225 werte umfassende Nikkei -Index 1,25 Prozent höher bei 19.620 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 0,67 Prozent zu auf 1598.

Was treibt die Börsen auf Rekordhoch?

Geldschwemme

Die wichtigste Triebfeder des Börsenbooms ist die Geldflut der Notenbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre ohnehin lockere Geldpolitik sogar nochmals dramatisch ausgeweitet: Seit 9. März kaufen die Währungshüter monatlich Vermögenswerte in Höhe von 60 Milliarden Euro. Ein Großteil des vielen Geldes fließt in Aktien.

Anlagenotstand

Weil die EZB gleichzeitig den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt hat, herrscht Anlagenotstand: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Anleihen bringen kaum noch Renditen. Das treibt Anleger in riskantere Investitionen wie Aktien, aber auch in Immobilien.

Euroschwäche

Der Euro ist durch die Geldpolitik auf Talfahrt. Das hilft der Exportwirtschaft, weil deutsche Waren dadurch im Ausland günstiger werden. Aktien internationaler Unternehmen profitieren.

Unternehmensgewinne

Deutschlands Börsenschwergewichte haben schon 2014 glänzend verdient - trotz internationaler Krisen. Nach einer Auswertung der Unternehmensberatung EY stieg der operative Gewinn der ersten 15 Dax-Konzerne, die Zahlen für 2014 vorlegten, um fast ein Viertel.

Mit Sharp und Toshiba standen zum Wochenstart zwei Einzelwerte im Mittelpunkt. Sharp erwägt, angesichts seiner massiven Probleme eine Kapitalherabsetzung vorzunehmen. Die Aktie brach mehr als 26 Prozent ein. Toshiba musste wegen möglicher Unregelmäßigkeiten in der Bilanz die Dividende streichen und kassierte gleich noch die Prognose für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr. Der Toshiba-Anteilsschein verlor mehr als 16 Prozent.

Der Euro bewegte sich in Fernost zum Dollar kaum und lag bei 1,1157 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar bei 119,90 Yen gehandelt. An der Wall Street hatten am Freitag die drei wichtigsten Indizes mehr als ein Prozent im Plus geschlossen. Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen vom April zeigten einen deutlichen Zuwachs bei der Beschäftigung und sorgten für optimistische Stimmung bei den Anlegern.

Von

rtr

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