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11.10.2012

09:02 Uhr

Börse Tokio

Nikkei muss Verluste hinnehmen

Der japanische Aktienmarkt setzt seine Verlustserie fort. Sorgen um die Konjunktur belasten die Märkte weltweit. Nach der spektakulären Rückrufaktion landet die Toyota-Aktie im Minus.

Die Börse in Tokio. Reuters

Die Börse in Tokio.

TokioDie Börse in Tokio hat am Donnerstag den dritten Tag in Folge im Minus geschlossen. Händler befürchteten zu Beginn der Quartalssaison, die Unternehmen könnten wegen schwächerer Konjunkturaussichten schlechter abschneiden. Konjunktursorgen und die Herabstufung der Bonitätsnote Spaniens durch Standard & Poor's drückten auch auf den Euro-Kurs.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index büßte 0,6 Prozent ein und schloss bei 8546 Zählern. Das war der tiefste Stand seit mehr als zwei Monaten. Auch der breiter gefasste Topix-Index gab nach und verlor 0,4 Prozent auf 713 Punkte. Die Marktteilnehmer blieben besorgt, sagte ein Analyst von SMBC Nikko Securities. Er sei aber der Meinung, dass der Markt überreagiere.

Im Fokus standen erneut Autowerte, nachdem Toyota wegen technischer Mängel weltweit 7,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen lässt. Ein Boykott japanischer Automarken durch chinesische Kunden hatte die Auto-Werte und die Kurse von Zulieferern bereits belastet. Hintergrund ist ein Streit zwischen Japan und China um eine unbewohnte Inselgruppe. Der Aktienkurs von Toyota verlor gut 1,3 Prozent. Die Papiere des Zulieferers Tokai Rika büßten über neun Prozent ein.

Auch andere asiatische Märkte gaben nach. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik ohne Japan lag knapp 0,4 Prozent im Minus. In Singapur gaben die Aktien 0,4 Prozent nach, in Südkorea waren es knapp 0,8 Prozent. Der Aktienmarkt in Shanghai tendierte rund 0,6 Prozent im Minus.

Nach der Herabstufung von Spaniens Bonitätsnote durch die US-Ratingagentur S&P tendierte der Euro im fernöstlichen Handel schwächer. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise auf 1,2830 Dollar nach 1,2899 Dollar im späten New Yorker Devisenhandel und damit auf den tiefsten Stand seit rund zwei Wochen. Zu Börsenschluss in Tokio kostete ein Euro 1,2847 Dollar.

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S&P bewertet Spaniens Bonität nur noch mit "BBB-" und damit zwei Stufen niedriger als bisher. Der Ausblick sei negativ, teilte die Agentur am Mittwochabend nach US-Börsenschluss mit. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Euro-Kurses dürfte nach Einschätzung von Händlern sein, ob und wann Spanien einen Antrag auf Hilfen aus dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm stellen wird. Im Falle eines Antrags wäre der Weg für die Europäische Zentralbank frei, spanische Anleihen zu kaufen und damit die Refinanzierungskosten des Landes zu drücken.

Der Dollar wurde mit 77,94 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2080 und zum Dollar mit 0,9400.

Von

rtr

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