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12.09.2011

08:46 Uhr

Börse Tokio

Nikkei schließt auf tiefstem Stand seit 2009

Nach den Börsen in Europa und den USA zeigt sich auch die Börse in Tokio beeindruckt vom Rücktritt des EZB-Chefvolkswirts Jürgen Stark. Die Kurse geben stark nach. Der Euro fällt zum Yen auf ein Zehn-Jahres-Tief.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie überraschende Rücktrittsankündigung von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark und Sorgen um eine Staatspleite Griechenlands haben nach den europäischen und US-Börsen am Montag auch den Börsen in Asien zugesetzt. Mit aller Macht geriet erneut die Befürchtung in den Mittelpunkt des Handels, die Europäer könnten ihre Schuldenkrise nicht in den Griff bekommen. Auch die jüngste deutsche Debatte, in der eine Pleite Griechenlands nicht mehr völlig ausgeschlossen wird, verunsicherte die Märkte. Der Euro fiel zum Yen auf ein neues Zehn-Jahres-Tief.

„Für den Rest der Woche werden die Entwicklungen bei den Problemen in der Euro-Zone und die Bewegungen des Euro vermutlich auch in Asien den Ton angeben“, sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities. Katsunori Kitakura, Chefhändler von Chuo Mitsui Trust and Banking, stimmte ihm zu: „Der Ausblick für Griechenland ist vollkommen unklar. Die Unterstützung für das Land scheint zu wackeln. Der Markt fängt an, darüber nachzudenken, dass das Schlimmste passieren kann.“ In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,3 Prozent auf 8535 Punkte und fiel damit auf den tiefsten Schlusskurs seit April 2009. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,9 Prozent auf 741 Punkte nach. Auch andere asiatische Börsen mussten Federn lassen: Die Börse in Hongkong verlor mehr als vier Prozent, Singapur gab knapp drei Prozent nach und Korea tendierte mit knapp zwei Prozent im Minus.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien von Suzuki Motor 2,75 Prozent nach. Der japanische Autobauer und Volkswagen waren zuvor in ihrer von Misstönen begleiteten Partnerschaft erneut aneinandergeraten. Volkswagen wirft den Japanern vor, den Kooperationsvertrag verletzt zu haben. Auch die Aktien andere Autobauer schlossen im Minus. Toyota -Aktien etwa schlossen mit mehr als zwei Prozent im Minus.

Die Wall Street war am Freitag sehr schwach aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel 2,7 Prozent auf 10.992 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1154 Punkten, ein Minus von ebenfalls 2,7 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,4 Prozent auf 2467 Punkte.

Auch der Euro geriet wegen Sorgen der Anleger über die Schuldenkrise in Europa schwer unter Druck. Die Gemeinschaftswährung fiel gegenüber Yen und Dollar um mehr als ein Prozent. Gegenüber dem Yen verzeichnete sie dabei den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Zwischenzeitlich kostete der Euro etwas weniger als 1,35 Dollar.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Fadenkreuz

12.09.2011, 05:56 Uhr

Die deutsche Politik muss noch immer den Diener vor Frankreich machen und blind deren Anweisungen folgen. Warum sollen wir den "PIGS - Stall" auf die Kosten des deutschen Buergers ausmisten und renovieren?
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Kein normal denkender Buerger kann die deutsche Bundesregierung verstehen;....ob in Japan oder Deutschland!!!

Adolf

12.09.2011, 05:59 Uhr

Diese Behauptung „Japaner reagieren zimperlich auf Starks Rücktritt
„ gehört wohl zum Projekt "Totale Gehirnwäsche in Deutschland".
Wenn die Börse in Tokio fällt hat es bestimmt nicht mit dem Rücktritt von Stark zu tun.
Es ist einfach das Japan, wie auch Deutschland, exportabhängige Industrie und Wirtschaft hat, da viele der Meinung sind dass die Welt einer Rezession entgegen steuert, fallen die Börsen.
Die deutsche Börse wird heute auch fallen.
Irgendwann schreibt steht im HB „Alles in deutscher Hand“
Das sind eben die kollaterale Schäden der Wiedervereinigung.

Adolf

12.09.2011, 08:50 Uhr

Aus der französische Wirtschaftszeitungzeitung La Tribune
" La Bourse de Tokyo chute sur fond d'inquiétude pour la Grèce" übersetzt
"Die Tokioter Börse fällt aus Sorge um Griechenland"
Von Teutoneabgang als Mittelpunkt der Welt keine Rede!

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