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10.10.2012

09:18 Uhr

Börse Tokio

Nikkei schließt tief im Minus

Die anhaltenden Sorgen vor einem globalen Konjunkturrückgang belasten die Börsen in Asien. Zudem verunsichert der Streit zwischen Japan und China. Der Nikkei fällt auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten.

Ein Besucher schaut auf die Anzeige mit den Werten der Indizes der Börse in Tokio. Reuters

Ein Besucher schaut auf die Anzeige mit den Werten der Indizes der Börse in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch mit dem Start der Berichtssaison der Unternehmen auf breiter Front nachgegeben. Händler verwiesen auf anhaltende Konjunktursorgen und die damit verbundene Befürchtung, dass die Gewinne der Konzerne schlechter ausfallen könnten als erwartet. Eingetrübte Aussichten sowie die verhaltene Prognose des Internationalen Währungsfonds für das weltweite Wirtschaftswachstum hatten zuvor bereits für schlechte Stimmung an den US-Börsen gesorgt.
In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Minus von fast zwei Prozent bei 8596 Zählern aus dem Handel und fiel damit auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 1,5 Prozent nach auf 716 Punkte. An den übrigen asiatischen Märkten fiel der Abwärtstrend schwächer aus. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik ohne Japan lag rund 0,5 Prozent im Minus. In Singapur und Südkorea gaben die Werte mehr als ein Prozent nach. Gegen den Trend tendierte der Aktienmarkt in Shanghai leicht im Plus.
Der Euro tendierte rund 0,2 Prozent niedriger bei 1,2855 Dollar. Ende vergangener Woche hatte der Euro mit 1,3072 Dollar noch seinen höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte nach Einschätzung von Händlern sein, ob und wann Spanien einen Antrag auf Hilfen aus dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm stellen wird. Im Falle eines Antrags wäre der Weg für die Europäische Zentralbank frei, spanische Anleihen zu kaufen und damit die Refinanzierungskosten des Landes zu drücken. Vor dem Europäischen Parlament verteidigte EZB-Chef Mario Draghi am Dienstag das umstrittene Programm und erklärte, damit würden "zerstörerische Szenarien" in der Euro-Zone vermieden.
In den USA hat traditionell der Aluminium-Riese Alcoa die Berichtssaison eingeläutet und im dritten Quartal wegen der schwachen Nachfrage einen Verlust ausgewiesen. Konzernchef Klaus Kleinfeld rechnet aber weiter damit, dass sich die Aluminium-Nachfrage zwischen 2010 und 2020 verdoppeln werde. Niedrigere Gewinne wegen der schwächeren Nachfrage in Europa und China hatten auch US-Konzerne wie FedEx, Caterpillar und Hewlett-Packard in Aussicht gestellt.
Bei den Einzelwerten standen in Tokio erneut Autokonzerne im Fokus, nachdem mehrere Unternehmen im September einen Absatzrückgang in China wegen eines Boykotts verzeichnet hatten. Der Aktienkurs von Toyota verlor 1,9 Prozent an Wert, Honda-Papiere verbilligten sich um 1,1 Prozent. Hintergrund des Boykotts ist der Streit zwischen Japan und China um eine unbewohnte Inselgruppe.

Von

rtr

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