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18.03.2013

08:17 Uhr

Börse Tokio

Nikkei schließt tief im Minus

Die asiatischen Börsen müssen deutliche Kursverluste hinnehmen. Ursache dürfte die Unsicherheit nach dem europäischen Rettungspaket für Zypern sein. Besonders Exportwerte gerieten unter Druck.

Kursverluste an der Börse Tokio. AP/dpa

Kursverluste an der Börse Tokio.

TokioAsiens Börsen haben mit einem Kurssturz auf das Hilfspaket der Euro-Länder für Zypern reagiert. Die Investoren trennten sich am Montag von Aktien und flüchteten in als sicherer geltende Anlagen wie Gold oder Staatsanleihen. Alle wichtigen asiatischen Aktienmärkte verzeichneten Verluste. Der Nikkei gab 2,7 Prozent nach, das ist der stärkste Kursrückgang seit zehn Monaten, der MSCI-Index für die Märkte außerhalb Japans verlor so viel wie seit Ende Juli nicht mehr. Auch in Europa und den USA wird mit Kursverlusten gerechnet.

"Was geschehen ist, kann man als Vorsichts-Verkäufe an den Märkten beschreiben", sagte Ric Spooner, Chefanalyst bei CMC Markets in Sydney. Einige Investoren hätten auch Gewinne mitgenommen. Der Nikkei schloss bei 12.220 Punkten. Der breiter gefasste Topix gab 2,2 Prozent auf 1028 Zähler nach. Der MSCI-Index außerhalb Japans notierte 1,9 Prozent schwächer bei 468 Zählern.

Der Tag an den Märkten (Stand 14:00)

Dax

- 0,5 Prozent

Euro Stoxx 50

- 0,5 Prozent

Dow Jones

- 0,43 (Schlusskurs vom Montag)

Nikkei

+ 2,03 Prozent

Euro

1,2942 Dollar (- 0,1 Prozent)

Gold

1.601 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Öl (Brent)

108,32 (- 0,6 Prozent)

Zypern hatte sich am Wochenende mit EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) grundsätzlich auf ein Hilfspaket im Volumen von zehn Milliarden Euro geeinigt. Die Parlamente müssen dem Paket aber noch zustimmen, strittig ist besonders die geplante Zwangsabgabe für alle Kontoinhaber des Landes.

Zunächst müsse man sehen, ob das zyprische Parlament den Maßnahmen zustimme, sagte CMC-Experte Spooner. "Falls sie es zurückweisen, dann dürfte sich am Markt zumindest etwas Unsicherheit während der nächsten Verhandlungsrunde ausbreiten." Investoren flüchteten in Gold, der Preis stieg hier zeitweise um ein Prozent auf 1.608 Dollar für eine Feinunze. Auch japanische Staatsanleihen waren gefragt: Die Rendite bei zehnjährigen Papieren lag mit 0,585 Prozent so niedrig wie seit zehn Jahren nicht. Der Euro gab nach.

Die Woche an den Märkten

Montag

Am Morgen wird der Handelsbilanzsaldo in der Euro-Zone im Januar bekannt gegeben. Später werden Daten zum US-Häusermarkt erwartet. Die Deutsche Beteiligungs AG, United Power, Micron und OTI On Track Innovations präsentieren ihre Quartalszahlen.

Dienstag

Neben der Veröffentlichung des ZEW-Index zu den Konjunkturerwartungen für Deutschland und der Euro-Zone werden auch zahlreiche Quartalszahlen prominenter Unternehmen erwartet: BMW, die DAB Bank, Deutz, Elmos Semiconductor, Porsche, Secunet, Tom Tailor und Adobe Systems.

Mittwoch

Konjunkturdaten kommen am Mittwoch aus den USA, wo die Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekanntgibt. In Europa veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leistungsbilanzsaldo für Januar. Aus Großbritannien kommen die Protokolle der Bank of England sowie Arbeitslosenzahlen. Quartalszahlen gibt es von Dürr, Fuchs Petrolub, Gagfah, Leoni, Metro, Rational, Rheinmetall, Wacker Neuson, Fedex, und Oracle. Japans Börse bleibt wegen eines Feiertages geschlossen.

Donnerstag

Am Vormittag wird der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und in der Euro-Zone veröffentlicht. Aus den USA kommen Zahlen zum Verkauf bestehender Häuser sowie der Philadelphia Fed Index. Zudem werden etliche Quartalszahlen erwartet, von: A.S. Creation, Adler, Baywa, Brenntag, Constantin Medien, Delticom, Deutsche Bank, Hornbach, Itelligence, Kontron, Krones, Lanxess, Loewe, Mologen, Patrizia, Praktiker, Solarworld, Stada, Takkt, Talanx, United Internet, Vossloh, VWD, Nike und H&M.

Freitag

Das Münchener Ifo-Institut legt den Geschäftsklimaindex vor. Daneben werden Quartalszahlen von Drillisch, GSW, Pfeiffer Vacuum, Salzgitter, SKW und Tiffany veröffentlicht.

An den Aktienmärkten verzeichneten besonders die Exportwerte Kursverluste: Die Aktien von Toyota, Honda, Sony und Canon verloren zwischen 2,1 und 6,7 Prozent. Zu den wenigen Kursgewinnern gehörten die Panasonic-Aktien mit einem Plus von 0,6 Prozent. Eine Zeitung hatte zuvor berichtet, das Unternehmen wolle sich aus dem Geschäft mit Plasma-Fernsehern zurückziehen.

Nikkei-Index: Die zehn besten Tage an Japans Aktienmarkt

Rasanter Kursanstieg

Vier Prozent an einem Tag - das ist ungewöhnlich viel für den Nikkei-Index, der immerhin 225 Werte umfasst. Doch es gab noch viel bessere Tage. Die Hitliste.

Platz 1

14. Okt. 2008     9.447,57               1.171,14 Punkte               14,15 Prozent

Platz 2

2. Okt. 1990       22.898,41            2.676,55 Punkte               13,24 Prozent

Platz 3

15. Dez. 1949     109,62       11,12 Punkte                   11,29 Prozent

Platz 4

30. Okt. 2008     9.029,76               817,86 Punkte   9,96 Prozent

Platz 5

21. Okt. 1987     23.947,40            2.037,32 Punkte               9,30 Prozent

Platz 6

17. Nov. 1997    16.283,32            1.200,80 Punkte               7,96 Prozent

Platz 7

31. Jan. 1994      20.229,12            1.471,24 Punkte               7,84 Prozent

Platz 8

29. Okt. 2008     8.211,90               589,98 Punkte   7,74 Prozent

Platz 9

10. Apr. 1992     17.850,66            1.252,51 Punkte               7,55 Prozent

Platz 10

21. Mär. 2001    13.103,94            912,97 Punkte   7,49 Prozent

Von

rtr

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