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26.07.2013

08:37 Uhr

Börse Tokio

Nikkei schließt tief im Minus

Die Tokioter Börse notiert zeitweise mehr als drei Prozent im Minus. Der stärkere Yen bremst Exporttitel aus. Andere Aktienmärkte in Asien stemmen sich gegen Abwärtstrend.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioEnttäuschende Unternehmenszahlen und ein stärkerer Yen haben den japanischen Aktienmarkt zum Wochenschluss deutlich ins Minus gedrückt. Fast drei Prozent schwächer schloss der Tokioter Nikkei-Index am Freitag, nicht zuletzt weil den Anlegern noch die gekappte Gewinnprognose des Kameraherstellers Canon in den Knochen saß. Unter dem Druck des erstarkenden Yen ging es auch anderen Exporttiteln wie Toyota und Honda an den Kragen. Auf die Stimmung drückten darüber hinaus Advantest mit einem operativen Verlust und Yahoo Japan mit einem Ergebnis unter den Erwartungen. Viele Investoren warteten nun zunächst auf weitere Quartalsberichte, sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss knapp drei Prozent niedriger bei 14.129 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte dagegen 0,4 Prozent zu. An den Rohstoffmärkten gab Rohöl um 0,2 Prozent auf 105,32 Dollar je Barrel nach. Der Euro präsentierte sich stabil: Ein Euro wurde mit 1,3277 Dollar bewertet. Zum Yen tendierte die Gemeinschaftswährung mit 131,06 Yen. Der Dollar gab zur japanischen Währung nach auf 98,70 Yen.

Die Stärke des Yen machte exportorientierten Auto- und Technologiekonzernen zu schaffen. So gaben Toyota-Aktien 3,6 Prozent nach, Honda verloren 2,7 Prozent. Sony -Papiere büßten 3,4 Prozent an Wert ein. Doch vor allem die Ergebnisse von Canon und Advantest drückten auf die Stimmung. Canon-Anteilsscheine verbilligten sich erneut und zwar um 2,5 Prozent, Advantest stürzten 9,7 Prozent ab.

Als mittel- bis langfristig positiv für den Tokioter Aktienmarkt schätzten Experten die Fortschritte Japans im Kampf gegen die Deflation ein. Die Verbraucherpreise zogen im Juni wieder an - erstmals seit 14 Monaten. Die "Abenomics" genannte Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Shinzo Abe zeige Wirkung, sagte Nobuhiko Kuramochi von Mizuho Securities.

In Südkorea richtete sich der Blick auf die Aktien des erfolgsverwöhnten Smartphone-Weltmarktführers Samsung. Der Technologieriese erwartet zwar weiter zulegende Gewinne, stellt sich aber auf eine Abschwächung des Absatzwachstums im weltweiten Smartphone-Geschäft im laufenden Quartal ein. Die Papiere notierten 0,9 Prozent im Minus.

Von

rtr

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