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13.01.2012

07:49 Uhr

Börse Tokio

Nikkei springt auf 8.500 Punkte

Dank guten Vorgaben aus den USA und angesichts geringerer Sorgen legt die Tokioter Börse kräftig zu. Marktteilnehmer warnen aber vor zu großer Euphorie.

Die Börse in Tokio. Reuters

Die Börse in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Asien haben mit Erleichterung auf die erfolgreichen Anleihe-Auktionen von Spanien und Italien reagiert. Zum Wochenausklang legten die Börsen in Fernost überwiegend zu, Anleger wurden risikofreudiger. „Das Blatt könnte sich bald wenden“, sagte Tetsu Emori, Fondsmanager bei Astramax.

Anleger fragten sich wegen der leichten Entspannung in der Euro-Schuldenkrise zunehmend, ob Pessimismus noch angebracht sei. „Stimmung treibt Märkte. Wenn mehr und mehr positiv denken, steigen die Preise. Die Frage ist jetzt wann der Schalter umgelegt wird.“   Andere warnten jedoch vor Euphorie. „Die Kurse legen jetzt zwar zu, aber die fundamentalen Probleme in der Euro-Zone bleiben“, sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities.

So ist die Beteiligung privater Gläubiger an dem zweiten Hilfspaket für Griechenland immer noch nicht vollständig geklärt. Für die Euro-Partner würde die Rettung des Landes immer teurer. Die schuldengeplagten Euro-Staaten Italien und Spanien hatten am Donnerstag Anleihen zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Markt untergebracht. Der Euro legte in der Folge zu und notierte bei 1,2865 Dollar.   

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging am Freitag mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 8500 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index rückte ein Prozent auf 734 Stellen vor. Auch in Australien, Singapur, Südkorea und Hongkong kletterten die Kurse. Die Börse von Shanghai lag dagegen deutlich im Minus.

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Die Devisenreserven Chinas sind sowohl im November als auch im Dezember gefallen. In Taiwan zeigten sich Anleger vor den Präsidentenwahlen am Wochenende vorsichtig. Der Markt präsentierte sich nahezu unverändert.   

Unterstützung kam auch von der Europäischen Zentralbank. Die EZB ließ den Leitzins zwar wie erwartet unverändert, gleichzeitig ließ EZB-Präsident Mario Draghi die Tür für weitere Zinssenkungen offen. Da der Euro auch zum Yen zulegte, waren Aktien von exportorientierten Firmen wie Canon oder Konica gefragt. Die Papiere legten drei beziehungsweise 1,7 Prozent zu. Toyota -Anteilsscheine verteuerten sich um 1,6 Prozent.   

Von

rtr

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