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25.09.2013

09:36 Uhr

Börse Tokio

Nikkei tendiert leichter

Die Börsianer in Tokio lassen sich von der schlechten Stimmung an der Wall Street abschrecken. Vor allem Unternehmen in der Exportbranche rutschen ab.

Passanten werden in einer Kursanzeige der Tokioter Börse reflektiert. Reuters

Passanten werden in einer Kursanzeige der Tokioter Börse reflektiert.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch erneut schwächer tendiert. Händler begründeten die Zurückhaltung mit der Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der US-Notenbank. Auch der Haushaltsstreit in der weltgrößten Volkswirtschaft drücke auf die Stimmung. Ohne eine Erhöhung des Schuldenlimits könnten die USA nach Einschätzung von Experten zwischen Mitte Oktober und Anfang November zahlungsunfähig werden.

Der New Yorker Fed-Präsident William Dudley verteidigte am Dienstag in einem Interview mit dem Sender CNBC die überraschende Entscheidung der US-Notenbank in der vergangenen Woche, die Konjunkturhilfen zunächst nicht zurückzufahren. Die US-Wirtschaft sei schwächer als noch im Juni gedacht. Zugleich schloss er nicht aus, dass die Anleihekäufe im späteren Jahresverlauf gedrosselt würden.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,2 Prozent im Minus. In Japan sank der 225 Werte umfassende Tokioter Leitindex Nikkei 0,76 Prozent auf 14.620 Punkte. Zu den Verlierern zählten erneut Exporteure wie Sony und Panasonic. Auch die Vorgaben aus den USA fielen schwächer aus.

Für einen Kurssprung sorgte dagegen eine Milliarden-Fusion auf dem Halbleitermarkt. Die beiden Chipausrüster Applied Materials und Tokyo Electron wollen sich zu einem Unternehmen mit einem Börsenwert von 29 Milliarden Dollar zusammenschließen. Anleger von Tokyo Electron konnten sich daher über einen Kursanstieg von mehr als 13 Prozent freuen.

Der chinesische Internetriese Alibaba strebt nach Angaben von zwei Insidern an die Börse in New York. Die Gespräche über ein Listing in Hongkong seien gescheitert, sagten am Mittwoch die mit der Sache vertrauten Personen. Man habe amerikanische Kanzleien mit der Vorbereitung eines Börsengangs beauftragt. Weder Alibaba noch die Börse in Hongkong nahmen zu den Angaben Stellungen. An Alibaba ist auch Yahoo beteiligt.

Von

rtr

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