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28.02.2014

09:33 Uhr

Börse Tokio

Nikkei trotz guter Konjunkturdaten schwach

Wegen der unsicheren Lage in Ukraine scheuen die Anleger Risiken. Der Nikkei verliert 0,6 Prozent. Andere asiatische Börsen schaffen es per saldo minimal ins Plus.

Fußgänger vor einer elektronischen Kurstafel in Tokio. dpa

Fußgänger vor einer elektronischen Kurstafel in Tokio.

TokioDie Krise in der Ukraine und der anhaltend starke Yen haben die Tokioter Börse am Freitag den dritten Tag in Folge ins Minus getrieben. Die Spannungen auf der Halbinsel Krim drückten die Risikobereitschaft der Anleger, hieß es. Davon profitierten Staatsanleihen sowie die japanische Währung. "Die Investoren gehen Risiko aus dem Weg, weil sie wegen der Lage in der Ukraine und der Gefahr für andere Schwellenländer vorsichtig bleiben", erklärte Hikaru Sato von Daiwa Securities. Angesichts dieser Sorgen fanden die Anleger wenig Trost in den Worten von Fed-Chefin Janet Yellen, die eine längerfristig lockere US-Geldpolitik in Aussicht stellte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,6 Prozent tiefer bei 14.841 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent auf 1211 Punkte. Auch die Börsen in Australien und Singapur gaben etwas nach, während auf den Handelsplätze in Taiwan, Südkorea und Shanghai die Kursgewinne leicht überwogen. Insgesamt kosteten asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans im Schnitt 0,1 Prozent mehr als am Vortag.

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Japans Notenbank kennt derzeit nur ein Ziel: Die bewusste Abwertung des Yen. Damit soll der Export und damit die Wirtschaft gestärkt werden. Die Börse steigt. Anleger sollten aber die Nebenwirkungen nicht übersehen.

In Tokio begrenzte die Hoffnung auf eine solide Wirtschaftsentwicklung die Kursverluste: Die japanische Industrieproduktion stieg im Januar um vier Prozent und damit so schnell wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr, wie die Regierung mitteilte.

Bei den Einzelwerten verbuchten besonders Exporttitel wie Toyota Motor und Honda Motor Verluste von mehr als ein Prozent. Börsianer begründeten dies mit der Stärke des Yen, der die Ausführen erschweren könnte.

Der Euro notierte in Fernost nahezu unverändert zu seinem New Yorker Schlusskurs bei Kursen von 1,3701 Dollar. Ein Dollar kostete 101,82 Yen und damit weniger als am Vorabend.

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