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13.01.2010

07:26 Uhr

Börse Tokio

Nikkei unter Druck

Nach Chinas Straffung der Geldpolitik haben die Börsen in Asien am Mittwoch zum Teil kräftige Verluste erlitten. Die Anhebung der Mindestreserve-Anforderungen für Banken heizte Befürchtungen an, der Schritt könnte den Import- und Rohstoffhunger des Landes abschwächen.

Fallende Kurse an der Börse Tokio. Quelle: dpa

Fallende Kurse an der Börse Tokio.

rtr TOKIO. Zudem lastete der schwache Auftakt der Berichtssaison in den USA auf den Märkten. In Tokio setzten zudem Gewinnmitnahmen und ein stärkerer Yen die Kurse unter Druck.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte verlor in der japanischen Hauptstadt 1,3 Prozent auf 10 735 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index büßte 1,1 Prozent auf 944 Zähler ein. Der Markt in Shanghai rutschte gar knapp drei Prozent ab. Auch Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea verzeichneten Abschläge.

"Der japanische Aktienmarkt hat sich seit der Rally im Dezember überhitzt", sagte der Aktienstratege Tsuyoshi Segawa von Mizuho Securities. Hinzu komme die Entscheidung der chinesischen Zentralbank. Der Schritt werde die Konjunkturerholung des Landes wahrscheinlich nicht behindern, aber er veranlasste viele Investoren dazu, riskantere Positionen zu schließen.

Davon betroffen waren aus Sorge um eine geringere Nachfrage aus China vor allem Aktien von Unternehmen aus der Rohstoffbranche und von Baumaschinen-Herstellern, die stark in dem Land vertreten sind. So verloren die Titel des Nickel-Produzenten Pacific Metals 4,7 Prozent, die der Zink-Hütte Toho Zinc 3,8 Prozent. Sie reagierten damit auch auf enttäuschende Quartalszahlen des US-Konkurrenten Alcoa. Die Anteilscheine des Baumaschinenkonzerns Komatsu verbilligten sich um 2,9 Prozent.

Exportwerte wie Toyota gaben wegen des stärkeren Yen nach. Der Dollar verlor am Dienstag gegenüber der japanischen Währung mehr als ein Prozent. Am Mittwoch tendierte er bei knapp mehr als 91,00 Yen nach 90,95 Yen in New York. Toyota-Titel gaben 1,5 Prozent nach.

Zu den Verlieren gehörten erneut die Aktien der finanziell angeschlagenen Luftfahrtgesellschaft Japan Airlines. Sie verloren angesichts der zunehmenden Spekulationen über eine Insolvenz 81 Prozent. Analysten zufolge hatte dies so gut wie keine Auswirkungen auf den Gesamtmarkt.

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