Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.06.2015

08:59 Uhr

Börse Tokio

Nikkei verliert deutlich

Die Börse in Tokio hat am Dienstag in Folge negativer Vorgaben aus Europa und den USA deutliche Verluste verbucht. Ganz oben auf den Verkaufszetteln standen in Tokio Exportunternehmen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Japan

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioSpekulationen um eine Anhebung der US-Leitzinsen im September haben am Dienstag die Aktienmärkte in Fernost auf Talfahrt geschickt. Auch die drohende Pleite Griechenlands drückte auf die Stimmung der Investoren. Einem EU-Vertreter zufolge gibt es aus Athen keinen neuen Vorschlag zur Lösung des Schulden-Konfliktes. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte ein Angebot von EU und IWF als absurd zurückgewiesen. In China ging die Inflation stärker zurück als erwartet, was Investoren als Zeichen für die schwächelnde Nachfrage werteten.

Der Index für die asiatischen Aktien außerhalb Japans lag rund 0,8 Prozent im Minus und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit zehn Wochen. In Tokio gab der Nikkei-Index 1,76 Prozent auf 20.096 Punkte nach. Mit Spannung erwarteten Anleger eine Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche. Alle Äußerungen der Währungshüter werden auf Hinweise geprüft, ob die Leitzinsen bereits im September erhöht werden könnten. Die lockere Geldpolitik der Fed hat maßgeblich zur Rally an der Wall Street beigetragen.


Ganz oben auf den Verkaufszetteln standen in Tokio Exportunternehmen. So verloren die Papiere von Honda rund zwei Prozent und von Fuji Heavy Industries mehr als drei Prozent. Dagegen legten die auch in Hongkong notierten Aktien von HSBC gegen den Trend um rund 0,8 Prozent zu. Europas größtes Geldhaus kündigte Einsparungen von bis zu fünf Milliarden Dollar und den Abbau weiterer Zehntausender Stellen an.

Der Euro legte in Fernost zu. Er wurde mit 1,1319 Dollar bewertet, nach 1,1291 Dollar am Montagabend in New York. Der Greenback wurde mit 124,46 Yen gehandelt.Auch der Euro blieb angesichts des nach wie vor ungelösten Schuldenstreits zwischen Griechenland und den Geldgebern unter Druck. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1103 Dollar, ein Minus von 0,1 Prozent auf Tagessicht.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×