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03.08.2011

08:53 Uhr

Börse Tokio

Nikkei verliert mehr als zwei Prozent

Sorgen über US-Wirtschaft drücken die Aktienmärkte in Asien. Der Nikkei in Tokio verliert mehr als zwei Prozent. Auch die Autobranche hat in Japan nichts zu lachen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

SingapurSorgen über den Zustand der US-Wirtschaft haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch deutlich belastet. Von einer Erleichterung über die Einigung in der amerikanischen Schuldenkrise war nichts mehr zu spüren. Stattdessen rückte die Erkenntnis in den Vordergrund, dass ein harter Sparkurs in den USA der hoch verschuldeten weltgrößten Volkswirtschaft noch mehr zusetzen dürfte. Die steigende Zinslast für Italien deutete zudem auf eine Verschlimmerung der europäischen Schuldenkrise hin. „Ich denke, die Bedingungen haben sich diese Woche vollständig geändert“, sagte Koichi Ono von Daiwa Securities Capital Markets in Tokio. „Bis letzte Woche haben die Leute gesagt, die US-Schuldenobergrenze sei das Problem. Jetzt sprechen sie über Sorgen über den Gesundheitszustand der US-Wirtschaft.“ Analyst Justin Gallagher von der RBS sagte, das Gesamtbild sei äußert düster. „Die Implikationen für den italienischen Markt sowie die Parallelen zur griechischen Wirtschaft sind ziemlich beunruhigend.“ In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,1 Prozent im Minus bei 9637 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index büßte bis Handelsschluss ebenfalls mehr als zwei Prozent ein auf 826 Zähler.

Zu den Verlieren zählten Auto-Aktien: Toyota-Papiere hielten sich mit Abschlägen von mehr als einem Prozent aber noch besser als der Gesamtmarkt. Der Autobauer verzeichnete nach der Erdbebenkatastrophe vom 11. März für April bis Juni seinen ersten operativen Quartalsverlust in zwei Jahren, der aber geringer ausfiel als erwartet. Die Aktien von Nissan und Honda gaben um jeweils rund drei Prozent nach.

In Tokio sorgte auch die anhaltende Spekulation über einen Eingriff der Regierung am Devisenmarkt zur Schwächung des Yen für Unsicherheit, wie Marktteilnehmer berichteten. „Und selbst wenn es eine Intervention geben würde, wäre der Effekt auf den Yen-Kurs von kurzer Dauer“, sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas.

Zum Dollar lag die japanische Währung bei 77,11 Yen und damit kaum verändert zur letzten Notiz im späten US-Geschäft. Der Euro sank etwas auf rund 1,4177 Dollar.

Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur gab es dicke Minuszeichen. Die Börsen verloren zwischen ein und zwei Prozent. Einzig in Shanghai hielten sich die Verluste in Grenzen.

Von

rtr

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