Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.09.2011

08:43 Uhr

Börse Tokio

Nikkei verliert mehr als zwei Prozent

In Tokio beginnt die Woche mit kräftigen Verlusten. In Tokio schloss der Nikkei-Index so tief wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Fast alle Börsen der Region handelten sich Abschläge von mehr als zwei Prozent ein.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben die Handelswoche mit deutlichen Einbußen begonnen. Die Anleger hatten mit wachsenden Befürchtungen zu kämpfen, dass Griechenland schließlich doch noch unter seinem Schuldenberg zusammenbrechen könnte. Diese Sorgen wurden nicht zuletzt durch Äußerungen von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen geschürt, wonach die nächste Milliardenzahlung aus dem internationalen Hilfspaket vermutlich noch weiter auf sich warten lassen wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 2,2 Prozent im Minus bei 8374 Zählern. Das ist der tiefste Stand seit April 2009. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,1 Prozent auf 728 Punkte. Mit einem Minus von drei Prozent zeigte der Hongkonger Hang-Seng-Index besonders deutlich nach unten. In Singapur , Taiwan , Südkorea und Shanghai gingen die Börsen ebenfalls auf Talfahrt. Auch der Ölpreis brach ein: Ein Barrel US-Rohöl wurde mit 77,50 Dollar über 2,30 Dollars niedriger gehandelt.

Vor allem machte den Anlegern die Befürchtung zu schaffen, dass die Politiker der Euro-Zone nicht entschlossen genug gegen die Schuldenkrise vorgehen könnten. In Tokio begründeten Händler die Verluste zudem damit, dass der Markt nach dem verlängerten Wochenende nun den starken Einbußen an der Wall Street in der vergangenen Woche folge. Erst am Freitag hatten sich die US-Börsen ein leichtes Plus gesichert, auf Wochensicht aber deutlich Federn gelassen.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

- 0,04Prozent

CSI300

- 0,5 Prozent

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Der Abstieg des Nikkei dürfte nach Einschätzung von Händlern längst noch nicht zu Ende sein. „Je nachdem, wie sich die Lage in Griechenland entwickelt, könnte der Nikkei in den ersten zehn Oktober-Tagen unter sein Tief vom 15. März fallen“, sagte Takashi Ushio von Marusan Securities. Unter dem Eindruck der Erdbebenkatastrophe vier Tage zuvor war der japanische Leitindex damals auf 8227 Punkte eingebrochen.

Am Montag bekamen den um fast drei Prozent gesunkenen Ölpreis vor allem japanische Handelshäuser zu spüren. Mitsui gab 5,9 Prozent nach, Mitsubishi Corp büßte sogar 7,9 Prozent ein. Die Aussicht auf eine möglicherweise sinkende Nachfrage machte auch Fanuc zu schaffen. Der Robotor-Hersteller verbilligte sich um 3,6 Prozent. Exportwerte standen ebenfalls auf der Verkaufsliste. So büßten Panasonic -Aktien mehr als vier Prozent ein.

In Hongkong musste Chinas zweitgrößter Versicherer, Ping An den prozentual größten Abschlag an einem Tag seit drei Jahren hinnehmen. Ping-An-Papiere stürzten mehr als 13 Prozent ab. Ein solches Minus gab es zuletzt im Oktober 2008, kurz nach der Lehman-Pleite. Der Grund sei ihnen unbekannt, erklärten Ping-An-Manager.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Neutral

26.09.2011, 05:26 Uhr

HB - Asiadesk - Falsche Ueberschrift!

Neutral

26.09.2011, 07:02 Uhr

Schon besser - Danke

Account gelöscht!

26.09.2011, 09:12 Uhr

- Der Nikkei fällt
- Der DAX fällt
- Der Transferrubel (Euro) fällt
- Der Goldpreis fällt

Und das alles nur wegen (dem kleinen) Griechenland???

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×