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15.02.2012

08:12 Uhr

Börse Tokio

Notenbank-Eingriff - Nikkei auf Rekordstand

Die Börse in Tokio legt kräftig zu. Maßnahmen der japanischen Notenbank ließen den Nikkei auf den höchsten Stand seit sechs Monaten steigen. Vor allem Autowerte sind in Fernost gefragt.

Börse in Tokio. dpa

Börse in Tokio.

TokioDie japanische Notenbank hat mit ihrer überraschenden geldpolitischen Lockerung für deutliche Kursgewinne am Tokioter Aktienmarkt gesorgt. Auch an den übrigen asiatischen Börsen ging es am Mittwoch nach oben.

Investoren blickten gespannt nach Griechenland und warteten auf die Zusicherung der großen Parteien, das vereinbarte Sparpaket auch umzusetzen. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte ein für Mittwoch geplantes Treffen der Finanzminister kurzfristig abgesagt und stattdessen eine Telefonkonferenz einberufen.   

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,3 Prozent höher auf 9260 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann rund zwei Prozent auf 802 Zähler und durchbrach damit zum ersten Mal seit sechs Monaten die 800-Punkte-Marke. Der MSCI-Index für Aktien aus der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans gewann 1,45 Prozent.   

Die japanische Notenbank hatte bereits am Dienstag ihre geldpolitischen Zügel noch einmal überraschend gelockert und angekündigt, im Kampf gegen die Deflation ihren Anleihekauf nochmals um knapp 100 Milliarden Euro aufzustocken. Damit soll die Finanzierung von Staat und Unternehmen weiter erleichtert werden. Zudem setzte die Notenbank ein Inflationsziel von einem Prozent und signalisierte damit deutlicher als bisher, dass sie den Kreislauf aus fallenden Preisen und stockenden Investitionen durchbrechen will.   

Die Aktion der Notenbank tue dem Markt gut, sagte Analyst Yasuo Sakuma. In den nächsten Monaten sei sogar damit zu rechnen, dass der Nikkei die Marke von 10.000 Punkten knacken werde. Der billigere Yen schiebe vor allem Exportwerte an. Toyota -Papiere schlossen 4,6 Prozent im Plus, Honda -Titel verteuerten sich um 3,3 Prozent.   

Auch Bankhäuser standen auf dem Kaufzettel der Investoren. Bei den Finanzwerten stach Nomura Holdings mit einem Plus von mehr als fünf Prozent hervor. Mitsubishi UFJ Financial legten rund vier Prozent an Wert zu.

Düster sah es dagegen beim japanischen Chiphersteller Elpida Memory aus: Die Papiere brachen um mehr als 14 Prozent ein, nachdem der Konzern am Dienstag davor gewarnt hatte, wegen Geldmangels womöglich bald den Geschäftsbetrieb einstellen zu müssen.

Von

rtr

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