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22.01.2014

09:21 Uhr

Börse Tokio

Notenbank erfreut Anleger in Japan

Die Geldpolitik in Japan bleibt extrem locker. Die Anleger an der Tokioter Börse reagieren darauf mit Kursgewinnen. Bei den Einzelwerten lag der Stahlhersteller Tokyo Steel vorn.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioAn den Aktienmärkten in Fernost sind die Anleger am Mittwoch auf Nummer sicher gegangen. Börsianer stellen sich darauf ein, dass die US-Notenbank (Fed) kommende Woche eine weitere Drosselung ihrer äußerst expansiven Geldpolitik beschließen wird.

Dies könnte dazu führen, dass Investoren ihr Geld verstärkt aus Schwellenländern abziehen und in den USA anlegen, weil sie von der dortigen Konjunkturerholung profitieren wollen. Zugleich warten die Märkte auf weitere Hinweise für ein anziehendes Wachstum.

"Die Investoren sind optimistisch ins Jahr gestartet, was die weltweite wirtschaftliche Entwicklung angeht", sagte Daisuke Uno von Sumitomo Mitsui Bank. "Aber bislang haben wir noch nicht viele zusätzliche Belege gesehen, die diesen Optimismus stützen."

In Tokio ging der Leitindex Nikkei 0,2 Prozent höher aus dem Handel mit 15.821 Punkten. Im Blick stand die Entscheidung der japanischen Notenbank, die wie erwartet an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhielt. Die Währungshüter unterstrichen ihr Versprechen, die Geldbasis jährlich um 60 Billionen bis 70 Billionen Yen (424 Milliarden bis 495 Milliarden Euro) zu erhöhen.

Zugleich bekräftigte die Zentralbank ihre Inflationsprognosen. Unter den Einzelwerten ragten Tokyo Steel heraus, die fünf Prozent in die Höhe schossen. Ausgelöst wurde der Kursschub durch den Quartalsbericht des Stahlkonzerns.

Auch an anderen Börsen in Fernost ging es aufwärts. Der MSCI-Index der wichtigsten Aktien des Asien-Pazifik-Raums außerhalb Japans notierte 0,3 Prozent höher. Die Börse in Shanghai lag sogar 1,7 Prozent im Plus. Dort wirkte noch die massive Kapitalspritze der chinesischen Zentralbank für die Geldmärkte nach.

Von

rtr

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