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18.02.2014

09:15 Uhr

Börse Tokio

Notenbank löst Kursfeuerwerk in Japan aus

Die Anleger in Japan bejubeln die Währungshüter. Der Nikkei-Index steigt mehr als drei Prozent, weil eine Entscheidung der japanischen Zentralbank den Yen noch weiter nach unten drückt. Exporteure können sich freuen.

Ein Fußgänger vor einer Kurstafel in Tokio. Reuters

Ein Fußgänger vor einer Kurstafel in Tokio.

TokioJapans Aktienmärkte haben mit einer Kursrally auf die Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik reagiert. Der Nikkei-Index schnellte am Dienstag zeitweise um 3,5 Prozent in die Höhe, nachdem die Bank von Japan Kreditprogramme ausgeweitet hat. Der Index schloss um 3,1 Prozent im Plus bei 14.843 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewann 2,7 Prozent auf 1224 Zähler. Besonders Bankaktien legten zu.

Die Bank von Japan hatte zuvor Kreditprogramme verlängert und ausgeweitet, über die Unternehmen leichter an frisches Geld kommen sollen. Mit ihren Geldspritzen hofft die Notenbank, das Land nach Jahrzehnten wieder aus der Deflation zu holen. "Spekulanten sind auf diese Nachricht angesprungen, aber wenn man es sich genauer durch den Kopf gehen lässt, ist es fraglich, ob es wirklich größere Kursanstiege auslöst", sagte Norihiro Fujito, Stratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

An anderen Börsen in Fernost war die Stimmung dagegen gedämpft. Viele Investoren nahmen Gewinne mit. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan notierte leicht im Minus. Seit Anfang des Monats hat das Barometer allerdings fast sechs Prozent zugelegt, weil der Appetit der Investoren auf Aktien aus Schwellenländern zuletzt wieder gestiegen ist. In China verlor der Index für die Börsen Shanghai und Shenzhen 1,5 Prozent. Die Anleger reagierten damit auf die Entscheidung der Notenbank, überschüssige Liquidität vom Geldmarkt abzuziehen.

Kommentare (1)

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18.02.2014, 12:06 Uhr

Wenn die Geldmenge steigt, fällt der Preis für Geld, sprich der Zinssatz. Warum begreift das keiner?

20 Jahre Deflation in Japan haben immer das gleiche Muster gezeigt: Jede Ausweitung der Geldmenge zwingt die Zinsen weiter in den Keller. 5 Jahre Quantitative Easing haben demonstriert: Jede Ausweitung der Geldmenge zwingt die Zinsen weiter in den Keller.

Keiner nimmt Notitz.

Die Notenbanken denken: "Wenn wir nur genug Geld drucken, steigen die Bondpreise immer weiter in den Himmel, also fällt der Marktzins in den Keller. Das muss doch irgendwann die Deflation beenden!"

Sind die blöd oder was?

Jetzt mal aufgepasst Mrs. Yellen und Co.: This is not a 1930´s depression. No matter how much liquidity and credit you may provide, it will not cause higher asset prices or even notable economic activity. After all, credit facilities can only turn into credit and liquidity by means of a lender.

However, an overleveraged society has, by its very nature, run out of lenders.

This is an end-of-history situation. The cheap tricks no longer work. Please do take note.

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