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27.02.2015

08:06 Uhr

Börse Tokio

Ölpreis bremst Nikkei-Index aus

Die asiatischen Aktienmärkte sind am Freitag durch einen Sprung des Ölpreises leicht ausgebremst worden. Der Anstieg minderte die Risikofreude der Anleger. Hinzu kamen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursanstiegen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Nikkei auf Höhenflug.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

Tokio In Tokio schoben gute Zahlen zur Industrieproduktion und ein schwächerer Yen die Aktienbörse weiter nach oben auf ein neues 15-Jahres-Hoch. Im Januar war die Industrieproduktion um vier Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen und überraschte damit die Volkswirte, die nur ein Plus von 2,7 Prozent erwartet hatten.

Zudem profitierte der Markt von der noch am Freitag erwarteten Entscheidung der Dachorganisation heimischer Pensionsgesellschaften. Der Verband will künftig deutlich stärker in japanische Aktien investieren als bisher. Marktteilnehmer sagten, es gebe derzeit außer Gewinnmitnahmen kaum Gründe zu verkaufen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 0,06 Prozent im Plus bei 18.797 Punkten. In diesem Monat hat das Barometer damit bisher fast sieben Prozent gewonnen. Der breiter gefasste Topix -Index gewann 0,14 Prozent auf 1523 Zähler.

In Südkorea gaben die Aktien nach einer siebentägigen Rally deutlich nach. Die Börsen in China lagen im Plus. Der Index asiatischer Werte außerhalb Japans lag mit 0,05 Prozent knapp im Minus.

An den Rohölmärkten zog der Preis in der Nacht wieder spürbar an, nachdem er am Vortag um mehr als fünf Prozent gesunken war. Der Preis für US-Rohöl stieg zeitweise um 1,8 Prozent auf 49,05 Dollar je Barrel. Die Nordsee-Sorte Brent kostete mit 60,90 Dollar 1,37 Prozent mehr.

Der Euro erholte sich im fernöstlichen Handel zum Dollar. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1214 Dollar. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9492 Franken je Dollar und bei etwa 1,0648 Franken je Euro.

Die japanische Börse ist am Freitag auf ein 15-Jahres-Hoch geklettert. Marktteilnehmer sagten, es gebe derzeit außer Gewinnmitnahmen kaum Gründe zu verkaufen. Die Börsianer konzentrierten sich auf die Industrieproduktion, die im Januar mit 4,0 Prozent überraschend kräftig anzog. Schwache Konsum-Daten spielten dagegen keine große Rolle.

Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg um 0,3 Prozent auf 18.834 Punkte. In diesem Monat hat das Barometer damit bisher fast sieben Prozent gewonnen. Das wäre der größte Zuwachs in einem Monat seit November 2013.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Peter Noack

27.02.2015, 09:23 Uhr

Kann mal jemand erklären, wie in wenigen Wochen die Differenz zwischen WTI und Brent von 2 Dollar auf 10 Dollar steigen kann? Vielen dank!

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