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06.09.2013

08:40 Uhr

Börse Tokio

Olympia-Entscheidung verunsichert Anleger

Die Anleger in Tokio schauen schon jetzt gespannt nach Buenos Aires, wo am Samstag das Internationale Olympische Komitee die Entscheidung bekannt geben wird, ob Tokio Gastgeber der Sommerspiele 2020 wird.

Passanten eilen an einer Anzeigentafel mit den Aktienkursen der Börse Tokio vorbei, während ein Mann sie betrachtet. Reuters

Passanten eilen an einer Anzeigentafel mit den Aktienkursen der Börse Tokio vorbei, während ein Mann sie betrachtet.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben sich zum Wochenschluss uneinheitlich präsentiert. Der Tokioter Nikkei-Index musste nach einer viertägigen Rally deutliche Verluste hinnehmen. Vor allem bei Aktien von Immobilien- und Bauunternehmen kam es am Freitag zu Gewinnmitnahmen.

Grund seien Berichte, dass Madrid und nicht Tokio als Favorit in die Wahl des Austragungsorts für die Olympischen Sommerspiele 2020 gehe, sagten Händler. Am Samstag soll die Entscheidung zwischen Tokio, Madrid und Istanbul fallen.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 1,5 Prozent leichter bei 13.860 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 0,2 Prozent zu.

In Tokio gab der Immobiliensektor-Index 2,3 Prozent nach. In der Baubranche verlor die Aktie von Taisei vier Prozent. Das Unternehmen gilt als Favorit für den Bau des neuen Nationalstadions. Da diese Aktien "zuletzt von Hoffnungen auf einen Zuschlag für Tokio profitierten, ist es nur natürlich, dass einige Investoren jetzt aus dem Spiel aussteigen wollen", sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas in Tokio. Die spanische Zeitung "El Mundo" hatte die Namen von bis zu 50 Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees veröffentlicht, die für Madrid stimmen wollen.

Gegen den negativen Markttrend in Tokio legte NTT DoCoMo 0,6 Prozent zu. Japans größter Mobilfunkkonzern bietet seinen Kunden Kreisen zufolge ab diesem Herbst auch das iPhone an. Der Kassenschlager von Apple fehlte in Japan bisher nur im Repertoire von NTT DoCoMo. Vor allem der Rivale Softbank bekam den Wandel in der Anleger-Gunst zu spüren und büßte 2,2 Prozent ein. Für KDDI ging es 0,2 Prozent abwärts.

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