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11.07.2014

09:38 Uhr

Börse Tokio

Portugals Bankenkrise lässt Nikkei straucheln

Die Sorge um eine portugiesische Bank erfasst die gesamte Finanzwelt. Nachdem die Wall Street mit einem Minus aus dem Donnerstag gegangen war, gab der Nikkei ebenfalls nach. Gegen den Trend lag Canon im Plus.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Sorgen um die portugiesische Bank Espirito Santo haben am Freitag auch auf die Aktienkurse in Asien durchgeschlagen. An der japanischen Börse fiel der Nikkei-Index den fünften Tag in Folge und ging mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 15.164 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index für die Börsen der Region ohne Japan verlor rund 0,4 Prozent. Analysten sagten, die Entwicklung in Europa stimme die Anleger vorsichtig, ein größerer Kursrückgang sei aber unwahrscheinlich.

In Tokio legten gegen den Trend die Aktien von Canon um 2,4 Prozent zu. Zuvor hatte die Zeitung "Nikkei" berichtet, der operative Gewinn des Herstellers von Kameras und Bürogeräten sei im Zeitraum von April bis Juni um zehn Prozent auf 110 Milliarden Yen gestiegen. Grund seien starke Kopierer-Verkäufe.

Trotz der Sorgen um die portugiesische Banco Espirito Santo tendierte der Euro kaum verändert bei 1,3602 Dollar, der japanische Yen wurde zur europäischen Gemeinschaftswährung mit 137,75 gehandelt.

Die Aktien der Banco Espirito Santo waren am Donnerstag vom Handel ausgesetzt worden. Zuvor waren sie um bis zu 19 Prozent auf ein Zwölf-Monats-Tief von 0,50 Euro gefallen. Das Geldhaus zählt zu den Großbanken in der Euro-Zone, die ab November von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden sollen und damit auch dem Stresstest unterzogen werden. Hintergrund der Spekulationen um die Bank sind erhebliche Schwierigkeiten der Muttergesellschaft Espirito Santo International (ESI). Gegen die in Luxemburg ansässige Holding ermitteln Behörden seit einiger Zeit wegen massiver Unregelmäßigkeiten. Laut Medienberichten soll die Gesellschaft über sieben Milliarden Euro Schulden haben, die sie nicht komplett bedienen kann. Finanzkreisen zufolge wird mit Hochdruck an einem Rettungsplan gearbeitet.

Von

rtr

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