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18.11.2013

08:35 Uhr

Börse Tokio

Reformpläne in China treiben Aktien in Asien an

Der Leitindex in Japan steigt zunächst auf ein neues Sechsmonatshoch. Doch dann setzen leichte Gewinnmitnahmen ein. Chinas Immobilienpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr.

Ein Mann steht vor einer elektronischen Kursanzeige in Tokio. ap

Ein Mann steht vor einer elektronischen Kursanzeige in Tokio.

TokioDie wirtschaftlichen Reformpläne in China haben zu Wochenbeginn für gute Stimmung an den Aktienmärkten in Fernost gesorgt. Besonders hohe Aufschläge verzeichnete die Börse in Hongkong. Dort stieg der Hang-Seng-Index im Handelsverlauf um 2,7 Prozent. Chinas führender Index tendierte mit 2,6 Prozent im Plus.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei mit einem Minus von 0,01 Prozent fast unverändert aus dem Handel. Er bewegte sich damit aber weiter in der Nähe seines höchsten Stands seit einem halben Jahr. Händler sagten, Gewinnmitnahmen hätten eine weitere Aufwärtsentwicklung verhindert. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans legte 1,3 Prozent zu.

Von den Gewinnmitnahmen in Tokio waren insbesondere Börsen-Schwergewichte wie Toyota betroffen. Die Aktien gaben 0,3 Prozent nach. Zu den Gewinnern in Tokio gehörte unter anderem Tepco. Die Aktien des Betreibers des Katastrophen-Reaktors in Fukushima legten 0,2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen bekanntgab, mehr als 1000 Arbeitsplätze zu streichen.

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Besonders in China profitierten viele Papiere von den angekündigten Reformen der Kommunistischen Partei, mit denen die Volksrepublik stärker auf Marktwirtschaft getrimmt werden soll. Sollten die Reformen erfolgreich umgesetzt werden, würde dies der chinesischen Wirtschaft positive Impulse liefern, sagten Analysten.

Die Pläne sehen unter anderem die Lockerung der Ein-Kind-Politik und Anreize für einen stärkeren Konsum vor. Vor allem Handelswerte legten deutlich zu. Das Reformpaket sei umfangreicher als vom Markt erwartet ausgefallen, sagte der Volkswirt Haibin Zhu von der Großbank JPMorgan.

Ausdruck der guten wirtschaftlichen Lage in manchen Teilen des Riesenreiches ist auch die Entwicklung der Preise am Wohnungsmarkt. Chinas Immobilienpreise steigen derzeit so stark wie seit Jahren nicht mehr. In den 70 größten Städten des Landes lagen sie im Oktober im Schnitt 9,6 Prozent über den Vorjahreswerten. Das geht aus Reuters-Berechnungen hervor, die auf Daten der Statistikbehörde beruhen.

Es ist der zehnte Monat in Folge mit einem Anstieg. In der Hauptstadt Peking kletterten die Preise um 16,4 Prozent, in der Finanzmetropole Shanghai sogar um 17,8 Prozent. Seit Erhebung dieser Daten im Jahr 2011 gab es keine stärkeren Zuwächse.

Von

rtr

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