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26.09.2013

08:40 Uhr

Börse Tokio

Regierung stimmt Anleger zuversichtlich

Der Handelstag in Tokio beginnt mit Verlusten, doch nachmittags drehen die Kurse deutlich ins Plus. Der Grund sind Berichte, dass die Regierung in Japan die Steuern für Unternehmen senken will.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDer ungelöste US-Haushaltsstreit hat am Donnerstag auch die asiatischen Aktienmärkte belastet. Die meisten Indizes verbuchten Kursverluste. In Tokio sorgten im späteren Geschäft Medienberichte über eine Steuerentlastung von Firmen in Japan dagegen für bessere Stimmung. Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei drehte ins Plus und schloss 1,22 Prozent fester bei 14.799 Punkten.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte nach anfänglichen Verlusten kaum verändert. Der ungelöste US-Haushaltsstreit hatte bereits zuvor den Anlegern an der Wall Street die Kauflaune verdorben.

Sollte es den Amerikanern nicht gelingen, die gesetzliche Schuldenobergrenze anzuheben, sind die Bundesbehörden nach Einschätzung von Experten ab Mitte Oktober zahlungsunfähig. Noch gebe es Hoffnung auf eine Einigung in letzter Minute, hieß es bei Händlern. Investoren seien wegen der unsicheren Lage weder bereit auszusteigen noch einzusteigen, sagte Analyst Rick Meckler von LibertyView.

Für den Stimmungswechsel in Japan sorgte ein Bericht der Agentur Kyodo, wonach die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe in der nahen Zukunft ein Wirtschaftspaket vorstellen will, das auch geringere Unternehmenssteuern enthalten könnte.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von Advantest hervor: Die Titel des Chipausrüsters sanken zeitweise auf ein Neunmonatstief und schlossen vier Prozent schwächer. Die Firma stellte zuvor den dritten Jahresverlust in Folge in Aussicht.

Europas größter Badezimmer-Ausrüster Grohe soll japanisch werden. Der asiatische Konkurrent Lixil einigte sich mit den Eigentümern von Grohe grundsätzlich auf einen Kaufvertrag, wie Lixil-Chef Yoshiaki Fujimori am Donnerstag in Tokio erklärte. Die bisherigen Eigentümer, die Finanzinvestoren TPG Capital und Credit Suisse, hatten zuletzt eine Doppel-Strategie verfolgt und dabei auch einen IPO ins Spiel gebracht.

Von

rtr

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