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26.10.2012

06:46 Uhr

Börse Tokio

Schwache Firmenprognosen drücken Aktien

Japan legt ein milliardenschweres Konjunkturpaket auf. Auf die Stimmung an der Börse drücken dennoch schlechte Unternehmensnachrichten. Auch die Aktie des großen Apple-Konkurrenten Samsung gibt nach.

Vor der Börse in Tokio. dpa

Vor der Börse in Tokio.

TokioDer japanische Aktienmarkt hat am Freitag schwächer tendiert, nachdem er zunächst zwischen Gewinnen und Verlusten pendelte. Hintergrund sind enttäuschende Quartalszahlen und ein schwacher Yen. Die Hoffnung auf eine geldpolitische Lockerung durch die Notenbank stützte die Kurse in Tokio und verhinderte zunächst größere Verluste.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index sank im frühen Handel 0,1 Prozent auf 9043 Punkte und lag nachmittags knapp ein Prozent im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index gab anfangs 0,3 Prozent auf 749 Punkte nach. "Die Anleger meinen, dass die Bank of Japan ernsthaft Maßnahmen ergreifen will und dass das positive Folgen für die Währung hat", sagte Naoki Fujiwara von Shinkin Asset Management der Nachrichtenagentur Bloomberg in Tokio. "Doch die Sorge geht um, dass noch mehr Unternehmen ihre Prognosen senken werden."

Der Tag an den Märkten (Stand: 11:48 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm will Japan die Wirtschaft des Landes wieder ankurbeln. Das Kabinett in Tokio stimmte dem Paket aus Subventionen und Steuererleichterungen im Volumen von umgerechnet rund 4,1 Milliarden Euro am Freitag zu. Mit den Maßnahmen will die Regierung die Auswirkungen der jüngsten Naturkatastrophen lindern, die die Wirtschaftsentwicklung bremsen.

So sollen mit den Subventionen Investitionen nach der Atom- und Erdbebenkatastrophe im vergangenen Jahr gefördert werden. Die Steuererleichterungen sollen in den von Überschwemmungen betroffenen Regionen helfen. Zur Finanzierung greift die Regierung auf Reservegelder zurück, die im Haushalt bereits zur Seite gelegt wurden.

Auf die Stimmung drückte vor allem die Gewinnwarnung von Canon. Das Papier verlor 1,9 Prozent, nachdem der Hersteller von Kameras und Druckern nach einem überraschend schwachen Quartal seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr senken musste. Es begründete den Schritt damit, dass die Verbraucher sich beim Fotografieren zunehmend den Smartphones zuwenden. Auch der Musikinstrumentenhersteller Yamaha ließ Federn, nachdem er seine Gewinnerwartungen verfehlt hatte.

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Apple hat im abgelaufenen Quartal weniger iPads abgesetzt als erwartet. Auch mit seinen Gewinn- und Umsatzzahlen konnte der US-Technologiekonzern keine Euphorie entfachen. Der Samsung-Rivale verkaufte nach eigenen Angaben vom Donnerstag nur rund 14 Millionen der Tablets.

In der Wirtschaftsflaute behielten Verbraucher ihr Geld lieber in den Taschen oder warteten auf die kleinere Version des Gerätes, die im November zu kaufen ist. Beim Kassenschlager iPhone schlug sich Apple mit fast 27 Millionen Geräten besser als gedacht.

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Samsung setzte Schätzungen zufolge 58 Millionen Smartphones ab und fuhr erneut einen Rekordgewinn ein - dank seiner erfolgreichen Galaxy-Smartphones. Im abgelaufenen Vierteljahr schnellte der Betriebsgewinn des Apple-Rivalen nach Angaben vom Freitag mehr als 90 Prozent auf umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro nach oben. Speicherchips verkauften sich jedoch deutlich schlechter. Im frühen Handel verlor die Aktie 1,7 Prozent.

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rtr

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