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24.05.2011

08:24 Uhr

Börse Tokio

Sony führt Nikkei aus dem Tal

Nachdem die US-Börsen zum Ende der Handelstages an der Wall Street tief im Minus schlossen, startete auch der Nikkei in Tokio schwach. Im Verlauf holte der Index aber auf, Sony-Aktien stiegen kräftig.

Börsenanzeigetafel in Tokio. Der Nikkei hat den Sprung ins Plus geschafft. Quelle: dapd

Börsenanzeigetafel in Tokio. Der Nikkei hat den Sprung ins Plus geschafft.

TokioDie asiatischen Börsen haben sich am Dienstag nach den massiven Verlusten zu Wochenbeginn fester präsentiert. Angesichts der europäischen Schuldenkrise zeigten sich Händler jedoch unsicher über die weitere Entwicklung. Der Euro blieb zum Dollar unter Druck.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent bei 9477 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,2 Prozent zu und notierte bei 819 Punkten. Auch die meisten anderen asiatischen Börsen verzeichneten leichte Zuwächse. Der Dow-Jones-Index in New York hatte am Montag 1,1 Prozent tiefer auf 12.381 Punkten geschlossen.

Die Schuldenkrise in Europa stand weiter im Mittelpunkt des Interesses. Am Montag hatte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Belgien auf „negativ“ von „stabil“ gesenkt. Am Wochenende war bereits Italien unter Druck geraten, nachdem S&P die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes erhöhte. Auch die Wahlverluste der regierenden Sozialisten in Spanien schürten Sorgen bei Anlegern. „Es scheint, als ob vor allem europäische Fonds verkaufen“, sagte der Marktanalyst bei Samsung Securities, Kim Seong Hong. „Obwohl der Markt nach oben geht, ist die Dynamik ziemlich schwach, die Richtung kann sich jeden Moment ändern.“ Sollte die Schuldenkrise Italien und Spanien erfassen, sei klar, dass nicht genügend Finanzhilfen zur Verfügung stünden, um auch diesen Ländern zu helfen, sagte Kollege Ayako Sera von Sumitomo Trust and Banking.

Wettgemacht wurden in Tokio Verluste durch eine rege Nachfrage nach Aktien von Sony und Maschinenbauunternehmen. Sony-Papiere schlossen mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent. Der Elektronikkonzern will nach eigenem Bekunden in diesem Geschäftsjahr den Betriebsgewinn stabil halten. Für das abgelaufene Jahr per Ende März erwartet das Unternehmen wegen Steuerbelastungen aber einen Nettoverlust in Milliardenhöhe. Damit sei nach dem schweren Erdbeben im März und dem Diebstahl von Kundendaten Klarheit geschaffen worden, sagten Händler. Analysten der Macquarie-Bank stuften die Aktien auch prompt herauf. Schnäppchenjäger deckten sich zudem mit Aktien von Baumaschinenherstellern ein, die am Vortag besonders kräftig unter die Räder gekommen waren.

Die Verunsicherung der Investoren wegen der Schuldenkrise in Europa hielt den Druck auf den Euro aufrecht. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,4056 Dollar, nach 1,4045 im späten New Yorker Handel.

Von

rtr

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