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09.05.2011

08:31 Uhr

Börse Tokio

Sorge vor Stromkrise wirft den Nikkei zurück

Die Börsen in Tokio tendieren am Montag schwächer. Der AKW-Betreiber Chubu steht unter Druck, weil er das Kraftwerk Hamaoka abschalten soll. Die Furcht vor Stromengpässen belastet aber auch andere Unternehmen.

Die Tokioter Börse. Quelle: Reuters

Die Tokioter Börse.

TokioDie Aktienbörse in Tokio hat zu Wochenbeginn nachgegeben. Vor allem die Aufforderung von Ministerpräsident Naoto Kan an den Kraftwerksbetreiber Chubu , sein Kernkraftwerk Hamaoka abzuschalten, lastete auf dem Markt. Kan hatte die Aufforderung damit begründet, dass ein erneutes großes Erdbeben eine weitere Atom-Krise nach sich ziehen könnte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handelstag mit einem Abschlag von 0,66 Prozent auf 9.794 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,4 Prozent auf 853 Zähler nach.

Die Aufforderung Kans bringe nicht nur Unsicherheit mit Blick auf das Unternehmen Chubu, sonder für den gesamten Sektor der Energieversorger, sagte der Aktienstratege Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. „Die Investoren sind besorgt, dass angesichts dieser Nachricht auch andere Reaktoren, die derzeit geprüft werden, nicht so bald wieder angefahren werden können.“

Ein ungewöhnlich heißer Sommer in Japan könnte dazu führen, dass Chubu ohne Hamaoka in Spitzenzeiten nicht genug Strom produzieren kann. Das wiederum könnte zu Problemen beim Autobauer Toyota und anderen großen Industriekonzernen in der Region führen. Aktien von Chubu verloren am Montag elf Prozent, die des Rivalen Kansai Electric drei Prozent. Papiere von Toyota gaben 0,8 Prozent nach.

Von

rtr

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