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07.05.2012

07:59 Uhr

Börse Tokio

Sorgen um Europa belasten den Handel

Nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland mehren sich die Sorgen um die Stabilität in der Euro-Zone. Beide Gewinner hatten eine Abkehr von der rigiden Sparpolitik angekündigt.

Aktiennotierungen spiegeln sich in einem Fenster der Tokioter Börse.) Reuters

Aktiennotierungen spiegeln sich in einem Fenster der Tokioter Börse.)

TokioSorgen um die Stabilität der Euro-Zone nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich haben am Montag die Börsen in Asien belastet. Vor allem die Ungewissheit über die Regierungsbildung in Griechenland beunruhigte die Anleger. Der Sieg des Sozialisten Francois Hollande bei der Präsidentenwahl in Frankreich war zwar weitgehend erwartet worden. Aber Hollandes Ankündigung, die vor allem von Deutschland verfolge Sparpolitik nicht unverändert weiterzuführen, sowie das schlechte Abschneiden der Regierungsparteien in Griechenland schürten Bedenken, dass die Bemühungen um Haushaltssanierung und Reformen in Europa ins Stocken geraten. Diese Anstrengungen gelten an den Märkten als ausschlaggebend, um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Auch die Aktienmärkte in Europa - allen voran in Frankfurt und Paris - und in den USA dürften nach den Wahlergebnissen unter Druck geraten. Der Euro fiel auf 1,2976 Dollar.

Der Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum ohne Japan gab 2,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten nach. Auch in Tokio rutschte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index auf ein Drei-Monats-Tief und gab 2,5 Prozent auf 9150 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,4 Prozent auf 774 Zähler. Die Börsen in Hongkong, Shanghai, Seoul, Taiwan und Australien verloren bis zu zwei Prozent.

"Der Markt ist nicht glücklich über die Wahlergebnisse", sagte Chef-Investmentstratege Jack Ablin von Harris Private Bank. Investoren betrachteten den Ausgang in Griechenland als ersten Schritt in Richtung eines Austritts aus der Euro-Zone. Über Griechenland gebe es viele Fragezeichen, sagte Richard Yetsenga von ANZ Research. Da unklar sei, wer die Regierung bilden kann, stelle sich auch die Frage, wie lange sich die neue Führung halten könne und ob sie den von den Geldgebern verlangten strikten Konsolidierungskurs fortsetzen werde. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben die beiden Regierungsparteien in Griechenland die Mehrheit verfehlt. Die Wähler liefen in Scharen zu den Kritikern der harten Sparprogramme.

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