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27.08.2013

08:47 Uhr

Börse Tokio

Syrien sorgt für Nervosität an den Börsen

Die Tokioter Börse verzeichnet Verluste. Die Anleger warten das weitere Vorgehen der Fed ab. Auch die Lage in Syrien drückt auf die Stimmung. Zu den Verlierer gehörten Exportwerte.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

Ein möglicherweise bevorstehendes militärisches Eingreifen der USA in Syrien hat an den asiatischen Aktienmärkten für Nervosität gesorgt. Markteilnehmer sagten, es käme nicht zu Panikverkäufen, doch Anleger verfolgten genau, wie sich die Situation entwickele. Die USA haben nach eigenen Angaben kaum Zweifel daran, dass die syrische Regierung vergangene Woche Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einsetzte. Die türkische Lira sank auf ein Rekordtief. "Sorgen um Syrien belasten natürlich die internationalen Märkte. Die Investoren fürchten, dass Syrien der nächste Irak werden könnte", sagte Marktstratege Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

US-Außenminister John Kerry hatte am Montagabend gesagt, US-Präsident Barack Obama gehe davon aus, dass diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden müssten, die "die abscheulichsten Waffen der Welt gegen die verletzlichsten Menschen der Welt" einsetzten. Bei dem Vorfall am 21. August in einem Vorort von Damaskus waren nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen Hunderte Menschen getötet worden, darunter viele Kinder.


In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Leitindex 0,7 Prozent schwächer bei 13.542 Punkten. Analysten verwiesen auch auf die Unsicherheit bezüglich des weiteren Vorgehens der US-Notenbank Fed. Fraglich ist, wann sie das Ende ihrer ultra-lockeren Geldpolitik einleitet. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans sank gut ein Prozent. "Die meisten Investoren, ich würde sagen, etwa 90 Prozent der Teilnehmer, würden heute am liebsten abwarten", sagte Mitsushige Akino von Ichiyoshi Asset Management über die Stimmung am Markt.
In Tokio zählten erneut Exportwerte wie Toyota Motor zu den Verlieren - mit einem Minus von 0,8 Prozent. Auch der Autobauer Nissan Motor verlor 1,4 Prozent.
Gegen den Trend zulegen konnten die Titel von Tepco, dem Betreiber des Unglückskraftwerks von Fukushima. Die Regierung hatte angedeutet, dem Unternehmen möglicherweise finanziell unter die Arme zu greifen, um die Folgen der Atomkatastrophe besser stemmen zu können. Die Titel legten bis Börsenschluss um zwölf Prozent zu.

Von

rtr

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