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07.09.2011

08:49 Uhr

Börse Tokio

Talfahrt an Fernost-Börsen vorerst gestoppt

Die Anleger schlagen in Japan eine andere Richtung ein als an den Börsen in den USA und in Europa. Am Mittwoch zeichnet sich ein klares Plus ab. Das hängt vor allem mit dem Yen zusammen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDank Schnäppchenjägern haben die asiatischen Börsen ihre jüngste Verlustserie am Mittwoch gestoppt. Trotz deutlicher Kursgewinne blieben die Anleger angesichts der Schuldenkrise in Europa und der anhaltenden Rezessionsangst nervös. Für Unterstützung sorgte Händlern zufolge zudem die japanische Notenbank, die in den vergangenen drei Tagen börsennotierte Fonds (ETF) im Wert von knapp 900 Millionen Dollar gekauft hatte. Ihre Geldpolitik ließen die japanischen Währungshüter am Mittwoch unverändert: Der Schlüsselzinssatz blieb bei 0,0 bis 0,1 Prozent.

In Tokio kletterte der Nikkei-Index der 225 führenden Werte um zwei Prozent auf 8763 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 1,7 Prozent auf 753 Punkte. Auch die Märkte in Shanghai , Hongkong , Singapur , Taiwan und Australien legten wieder zu. Das größte Plus verbuchte die Börse in Seoul mit rund 3,8 Prozent.

Der Euro erholte im fernöstlichen Handel etwas und notierte bei 1,4055 Dollar, nach einem New Yorker Schlusskurs von 1,3994 Dollar. Allerdings setzte er sich nicht deutlich von seinem jüngsten Zwei-Monatstief ab. Nervös stimmte Händler auch das am Mittwoch anstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu den Griechenland-Hilfen.

„Der Aktienmarkt erholt sich nach dem starken Rückgang in den vergangenen Tagen, aber die Situation hat sich nicht geändert und die Volatilität bleibt hoch“, sagt Kim Young-Il von Korea Investment Trust Management. Unsicherheit gebe es vor allem über die Entwicklung der US-Wirtschaft und die Schuldenkrise in Europa.

Mit Spannung erwarten Anleger nun eine Rede von US-Präsident Barack Obama über seine Pläne zur Animierung des schwachen Arbeitsmarktes am Donnerstag. Sein Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen habe ein Volumen von 300 Milliarden Dollar, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf Mitarbeiter der demokratischen Partei. Die Ausgaben sollen durch Kürzungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Zudem warten die Anleger auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Experten rechnen nicht mit einer Zinserhöhung, was den Euro weiter belasten könnte.

Zu den größten Gewinnern zählten Exportwerte wie etwa der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung , mit über sechs Prozent und sein heimischer Rivale LG mit über neun Prozent. In Tokio belief das Plus beim Konkurrenten Sony auf über drei Prozent. Auch die Aktien von Toyota gewannen fast drei Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Neutral

07.09.2011, 05:28 Uhr

Absturzwelle??..welche denn....der late Dax ging mit einem Plus aus dem Handel, US- Wirtschaftsdaten besser als erwartet, Australien -Wirtschaftswachstum besser als erwartet, aus China kommen Signale die restriktive Fiskalpolitik gelockert werden koennte, Korea mit einem Plus von 2,6 % - sieht so aus als haette der HB-Redakteur noch nicht ausgeschlafen oder die Order bekommen, nur nichts positives berichten...Oder?

Schlaumeier

07.09.2011, 07:12 Uhr

Auf Bananke ist Verlass. Der alte Gelddrucker arbeitet zuverlässig und wirft das Geld mit seinem Heli ab(Der DOW steht nur ca. 25% unter seinem Höchstkurs). Zumindest so lange, bis er samt seinem Heli abgeschossen wird. Ansonsten sind die Wirtschsftaussichten und die Aussichten für das Weltfinanzsystem desaströs.

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