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24.06.2011

11:31 Uhr

Börse Tokio

Troika-Entscheidung stärkt Tokioter Börse

Die in Aussicht gestellten Finanzspritzen für Griechenland haben am Freitag die Anleger in Fernost aufatmen lassen. Prada legt endlich einen erfolgreichen Börsenstart in Hongkong hin.

Börse Tokio: Japanische Anleger greifen nach Troika-Entscheidung wieder zu. Quelle: dpa

Börse Tokio: Japanische Anleger greifen nach Troika-Entscheidung wieder zu.

TokioDie EU-Staats- und Regierungschefs sagten dem Schuldensünder am Mittelmeer weitere Hilfen zu, sofern das Athener Parlament dem Sparpaket der Regierung zustimmt. Auch den jüngsten Rückgang der Ölpreise werteten die asiatischen Börsianer positiv, insbesondere für die Konjunkturentwicklung im wichtigen Exportmark USA. Im Kampf gegen hohe Ölpreise und drohende Engpässe hatten die Industriestaaten ihre strategischen Ölreserven angezapft. Dies drückte allerdings auf die Kurse japanischer Ölunternehmen.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent im Plus aus dem Handel. Der Schlussstand von 9678 Zählern ist der höchste seit drei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,9 Prozent auf 833 Punkte zu. Auch die Börsen in Singapur und Korea verbuchten Gewinne. Besonders deutlich nach oben zeigten die Kursbarometer in Hongkong und Shanghai, wo die Hoffnung auf einen nachlassenden Inflationsdruck den Handel in Schwung brachte. Im Minus schloss dagegen der Aktienmarkt in Taiwan, auf dem nach einer Herabstufung vor allem der Chip-Auftragsfertiger TSMC lastete.

Die EU-Hilfszusage an die Griechen wurde nach der Serie von Konjunktur-Hiobsbotschaften freudig aufgenommen. „Obwohl der Effekt der Nachrichten aus Griechenland nur vorübergehend sein dürfte, sind die Investoren erleichtert“, sagte Marktanalyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities. An der grundsätzlich skeptischen Stimmung konnte die Griechenland-Erleichterung aber nichts ändern, weil den Anlegern die trüben Konjunkturaussichten der US-Notenbank Fed und das praktisch zum Stillstand gekommene Industriewachstum in China vom Vortag noch allzu präsent waren. Für einen Hoffnungsschimmer sorgte aber zum Wochenausklang der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao. Er zeigte sich der „Financial Times“ zufolge zuversichtlich, dass der Preisauftrieb in der Volksrepublik dieses Jahr unter Kontrolle gebracht werden könne. „Darauf hat der Markt lange gewartet“, sagte Todd Martin von Societe Generale in Hongkong. Dort besonders gefragt waren die zuletzt ins Hintertreffen geratenen Finanztitel. So gewann die China Construction Bank 3,2 Prozent, die Industrial & Commercial Bank of China stieg um 2,3 Prozent.

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