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31.08.2012

09:15 Uhr

Börse Tokio

Unsicherheit treibt den Nikkei ins Minus

Die japanische Börse schließt auf dem tiefsten Stand seit vier Wochen. Skeptisch warten die Anleger auf die Rede von Ben Bernanke in den USA. Sharp-Papiere befinden sich im Sinkflug.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben sich vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke uneinheitlich präsentiert. Die Tokioter Börse schloss am Freitag auf dem tiefsten Stand seit vier Wochen. Viele Anleger schraubten ihre Erwartungen zurück, dass Bernanke am Nachmittag (MESZ) bei dem Notenbanker-Treffen im amerikanischen Jackson Hole eindeutige Hinweise auf ein neues Programm von Anleihekäufen geben wird. In Japan trennten sich die Anleger vor allem von Aktien des angeschlagenen TV-Herstellers Sharp, weil sie Fortschritte bei den Einstiegsverhandlungen des taiwanischen Konzerns Hon Hai vermissten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 1,6 Prozent im Minus bei 8839 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 1,6 Prozent und ging bei 731 Punkten aus dem Handel. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai und Korea gingen nach unten, während der Aktienmarkt in Singapur auf der Stelle trat. Taiwan konnte sich mit einem leichten Plus vom Negativtrend abkoppeln.

In Tokio rauschten Sharp-Aktien fast 13 Prozent in die Tiefe. "Die Anleger wollen endlich Klarheit. Vielleicht will Hon Hai einen größeren Anteil, aber das ist nicht klar", erklärte Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

Der Tag an den Märkten (Stand: 13:50 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Zu den Verlierern gehörten auch Werte aus der Stahlbranche. Nippon Steel und Sumitomo Metal Industries rutschten jeweils um mehr als fünf Prozent ab, weil beide Unternehmen wegen des starken Yen und des harten Wettbewerbs mittlerweile höhere Verluste erwarten als bislang. Wegen der anhaltenden Sorgen um die chinesische Konjunktur blieben auch die Aktien von Unternehmen unter Druck, die in China einen hohen Anteil ihrer Umsätze erwirtschaften.

An den Devisenmärkten in Fernost hielt sich der Euro auf dem Niveau von 1,2506 Dollar, während der Dollar zum Yen um 0,2 Prozent nachgab.

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