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26.10.2011

06:12 Uhr

Börse Tokio

Unsicherheit vor dem Gipfel belastet Märkte

An der Börse in Tokio dominiert eine unsichere Stimmung den Handel. Die Anleger schauen heute skeptisch nach Brüssel. Doch Investoren bereiten sich schon wieder auf steigende Kurse vor.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioSchwindende Erwartungen an den Euro-Gipfel zur Schuldenkrise haben die Stimmung an der Tokioter Börse am Mittwoch getrübt. Die Anleger fürchteten, dass auch dieses Spitzentreffen nicht die erhoffte umfassende Lösung hervorbringen wird. Daneben lastete weiter der starke Yen und die Furcht vor seinen Folgen für das Auslandsgeschäft der exportlastigen heimischen Wirtschaft auf dem Markt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor im Vormittagshandel 0,6 Prozent auf 8.705 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,7 Prozent auf 742 Zähler nach.

Allerdings bereiteten sich die Investoren auch auf steigende Kurse vor. Im Zuge anziehender US-Aktienfutures grenzten die führenden Indizes ihre anfänglich höheren Verluste etwas ein. „Wenn es gute Nachrichten aus Europa geben sollte und die US-Börsen zulegen, will niemand auf dem falschen Fuß erwischt werden“, sagte Analyst Takashi Ushio von Marusan Securities. Zudem wird die japanischen Notenbank bei ihrer Sitzung am Donnerstag angesichts der Unsicherheit über die Euro-Schuldenkrise und wegen des anhaltenden Höhenflugs des Yen dem Vernehmen nach wahrscheinlich über eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik beraten. Dabei dürfte es dann um eine abermalige Aufstockung des Aufkaufprogramms von Wertpapieren gehen.

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Dax

- 0,5 Prozent

Euro Stoxx 50

- 0,4 Prozent

Dow Jones

+ 0,5 Prozent

Nikkei

- 0,16 Prozent

CSI 300

+ 1,59 Prozent

Euro

1,3834 Dollar (- 0,5 Prozent)

Öl (Brent)

110,80 Dollar (- 0,7 Prozent)

Gold

1.718 Dollar (+ 1,0 Prozent)

Ein Lichtblick am Markt war Hitachi. Der Elektroriese hob seine Prognose für den operativen Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr um 70 Prozent an. Die Aktie kletterte um mehr als vier Prozent. Kräftig abwärts ging es dagegen wieder mit dem Kamera-Hersteller Olympus . Die Papiere verbilligten sich um mehr als acht Prozent. Olympus macht ein Eklat in der Unternehmensführung zu schaffen, der zu der Ablösung von Vorstandschef Michael Woodford führte. Der Konzern hatte ungewöhnlich hohe Zahlungen an Berater im Zusammenhang mit einem Zukauf eingeräumt.

Auch der Hang Seng verlor 0,5 Prozent auf 18.871 Punkten. Leicht aufwärts ging es für den CSI 300, der Index gewann knapp ein Prozent.

Von

rtr

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