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06.02.2012

07:46 Uhr

Börse Tokio

US-Arbeitsmarkt gibt Tokioter Börse Auftrieb

Die US-Arbeitsmarktdaten haben auch der Tokioter Börse auf die Sprünge geholfen. Der Nikkei erreicht den höchsten Stand seit drei Monaten. Bei einem japanischen Autohersteller beginnt der Handelstag besonders gut.

Eine Fußgängerin vor einer Kurstafel an der Tokioter Börse dapd

Eine Fußgängerin vor einer Kurstafel an der Tokioter Börse

TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben die neue Handelswoche mehrheitlich mit Aufschlägen begonnen. Die Unsicherheit über die Entwicklung in Griechenland, wo am Mittag ein Ultimatum auslaufen sollte, trat Händlern zufolge vorübergehend in den Hintergrund. Auftrieb erhielten die Märkte von positiven Daten zum Arbeitsmarkt in den USA vom Freitag. Die Zahlen deuteten auf eine weitere Verbesserung der weltgrößten Volkswirtschaft hin, was Experten zufolge auch japanische Unternehmen zuversichtlich stimmen dürfte.

Im Devisenhandel sank der Euro auf rund 1,3085 Dollar nach 1,3150 Dollar im späten US-Geschäft. In Tokio schaffte es der 225 Werte umfassende Nikkei-Index auf den höchsten Stand seit drei Monaten bis auf knapp unter 9.000 Punkte. Er schloss 1,1 Prozent fester bei 8929 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index rückte 1,3 Prozent auf 769 Punkte vor.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:50 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Händler sagten allerdings, wegen der ungelösten Schuldenkrise in Griechenland sei es schwer abzusehen, wie es weiter gehe. „Es ist wirklich ein gemischtes Bild: So lange Griechenland ungelöst ist, ist es schwer, sich eindeutig auf gute Nachrichten wie die US-Daten zu stürzen“, sagte Andrew Pease von Russell Investment Asia. Eine Lösung für Griechenland ohne irgendeine Form des Zahlungsausfalles sei nur schwer denkbar, sagte der Analyst.

In Singapur, Hongkong und Shanghai überwog wie in Japan die Kauflaune. An den Aktienmärkten in Südkorea und Taipeh gaben die Kurse nach. Bis Montag muss die griechische Regierungskoalition den internationalen Kreditgebern mitteilen, ob sie die Auflagen im Gegenzug für weitere Hilfen akzeptiert. Knackpunkte in den Verhandlungen sind unter anderem die Themen Mindestlohn und Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor.

In Tokio stand bei den Einzelwerten vor allem Elpida im Mittelpunkt. Nach dem Tod des Micron-Chefs Steve Appleton mehren sich die Gerüchte, dass die Vorbereitungen für eine Fusion von Elpida und Micron ins Stocken geraten könnten. Das Elpida-Papier gab rund drei Prozent nach. Die Panasonic -Aktie legte trotz der Warnung vor einem Rekordminus im Geschäftsjahr um mehr als sechs Prozent zu.

Bei Mitsubishi Motors sorgten Nachrichten über ein Ende der Produktion in den Niederlanden für Kursaufschläge: Die Aktie stieg um gut ein Prozent. Mitsubishi bestätigte einen Medienbericht, wonach die Fertigung in den Niederlanden eingestellt werden soll.

Von

rtr

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