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26.03.2014

08:24 Uhr

Börse Tokio

US-Daten beleben Aktienmärkte in Fernost

Nach einer starken Vorgabe aus den USA geht es auch am japanischen Aktienmarkt aufwärts. Der MSCI-Index für Asien steigt um rund ein Prozent. Investoren sind über Entspannungssignale in der Ukraine-Krise erleichtert.

Vor einer Anzeige der Börsenkurse in Downtown Tokio. Reuters

Vor einer Anzeige der Börsenkurse in Downtown Tokio.

TokioUnerwartet starke Konjunkturdaten aus den USA haben an den asiatischen Börsen am Mittwoch für Auftrieb gesorgt. Der Index für die US-Verbraucherlaune lag im März so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Investoren gehen nun davon aus, dass schwache Daten zum Jahresanfang eher dem harten Winter und nicht grundsätzlichen Problemen der US-Wirtschaft zuzuschreiben waren.

Zugleich nahm die Sorge um eine Eskalation der Krise in der Ukraine ab. Schärfere Sanktionen gegen Russland will der Westen nur ergreifen, wenn Putin nach der Eingliederung der Krim in sein Land weiter in der Ukraine vorgeht. Auch ein Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit seinem ukrainischen Kollegen Andrej Deschtschizia sorgte für Entspannung.

Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik ohne Japan lag rund ein Prozent im Plus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index kletterte um 0,4 Prozent auf 14.477 Punkte. "Es gibt derzeit kaum heimische Auslöser, die den japanischen Markt als Ganzes bewegen können", erklärte Hikaru Sato von Daiwa Securities.

Zuletzt kamen die japanischen Aktien kaum vom Fleck, weil den Anlegern Konjunkturdaten, die Sorge vor negativen Auswirkungen einer Steuererhöhung sowie die Krim-Krise die Kauflust verdarben. Unter den Einzelwerten stachen Kirin Holdings hervor. Die Papiere legten rund 2,6 Prozent zu, weil das Brauerei-Unternehmen einem Zeitungsbericht zufolge eine Dividendenerhöhung und einen Aktienrückkauf plant.

"Die Märkte hatten Angst, dass Russland nach der Krim in den Süden oder Osten der Ukraine einmarschieren könnten. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür scheint mittlerweile sehr gering, damit nimmt auch die Risiko-Aversion der Investoren ab", sagte Kyosuke Suzuki von der Societe Generale.

Die Erleichterung machte sich auch in Russland bemerkbar, wo der Rubel wieder auf das Niveau vor Ausbruch der Krise stieg. Mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gegen einen Dollar-Euro-Währungskorb strich der Rubel sein größtes Plus der vergangenen eineinhalb Jahre ein.

Auch in anderen Schwellenländern gab es Optimismus. Brasilianische Aktien stiegen auf ein Fünf-Wochen-Hoch, obwohl die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit des Landes auf BBB- herunterstufte. Damit liegt die Note nun eine Stufe über Ramschniveau. In Indien erreichten die Aktien Rekordstände, und die Rupie kletterte auf den höchsten Wert seit acht Monaten, weil Anleger darauf setzten, dass wieder mehr ausländische Investitionen in das Land fließen.

Von

rtr

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