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06.01.2010

07:45 Uhr

Börse Tokio

US-Daten treiben Nikkei auf 15-Monats-Hoch

Nach guten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten legt der Nikkei 0,5 Prozent zu. Vor allem Bankentitel waren gefragt. Das gute Weihnachtsgeschäft beflügelte die Aktie von Nintendo. Und nicht nur in Japan ging es aufwärts.

TOKIO. In fernost geht es weiter AufwärtsDie Börsen in Asien haben am Mittwoch überwiegend Gewinne verzeichnet. Der Markt in Tokio schloss vor allem dank kräftiger Kursaufschläge bei Bankenwerten auf einem 15-Monatshoch. Die Investoren werteten einen überraschend kräftigen Anstieg des US-Auftragseingangs als weiteres Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Begrenzt wurden die Gewinne jedoch durch schlechte Nachrichten vom US-Immobilienmarkt und Gewinnmitnahmen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent höher bei 10 731 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,3 Prozent auf 931 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Singapur und Südkorea notierten im Plus. Die Börse in Taiwan schloss wegen der starken Nachfrage nach Technologieaktien auf einem 19-Monatshoch. Der chinesische Leitindex notierte dagegen leicht schwächer.

Auf dem japanischen Markt waren Bankentitel gefragt, nachdem Reuters über eine Kapitalerhöhung von Japans drittgrößtem Geldhaus Sumitomo Mitsui Financial berichtet hatte. Kreisen zufolge will das Institut durch die Ausgabe neuer Aktien umgerechnet rund sechs Milliarden Euro (800 Milliarden Yen) einnehmen. Die Aktien von SMFG verteuerten sich um 5,5 Prozent, die Papiere von Japans Branchenprimus Mitsubishi UFJ Financial legten 4,4 Prozent zu. Die Titel der Nummer zwei, Mizuho Financial, gewannen 6,1 Prozent. Die Aktien von Nintendo schossen um 6,9 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen von einer kräftigen US-Nachfrage nach seiner Spielekonsole Wii im Weihnachtsgeschäft berichtet hatte.

Zu den Verlierern gehörten dagegen mit einem Minus von 6,7 Prozent die Papiere von Japan Airlines. Einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge streben Finanzministerium und die staatseigene Entwicklungsbank (DBJ) zur Sanierung der angeschlagenen Fluggesellschaft ein geordnetes Insolvenzverfahren an.

Medienberichte über einen bevorstehenden Rücktritt des japanischen Finanzministers Hirohisa Fujii aus gesundheitlichen Gründen hatten Händlern zufolge nur sehr geringe Auswirkungen auf den Markt. Es herrsche das Gefühl vor, dass sich die Dinge nicht allzu sehr ändern würden, sagte Koichi Ogawa, Chef-Fondsmanager bei Daiwa SB Investments.

In den USA hatten die Börsen am Vorabend uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent schwächer bei 10.572 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte dagegen getrieben von Energie- und Finanztiteln 0,3 Prozent zu auf 1136 Zähler und ging damit auf seinem höchsten Schlussstand seit 15 Monaten aus dem Handel. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq gewann moderate 0,01 Prozent auf 2301 Punkte und erreichte damit ein neues 16-Monats-Schlusshoch.

Der Dollar gewann im fernöstlichen Handel gegenüber dem Euro an Boden gewonnen. Die US-Währung legte zur europäischen Gemeinschaftswährung auf 1,4356 Dollar zu. Gegenüber dem Yen notierte der Dollar bei 92,05 Yen. Der Euro tendierte zur japanischen Währung bei 132,15 Yen.

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