Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.08.2011

08:32 Uhr

Börse Tokio

US-Einigung hilft Nikkei auf die Sprünge

Die US-Politiker haben sich auf eine Anhebung der Schuldengrenze geeinigt. Der Kompromiss sorgt für Erleichterung und schiebt die asiatischen Aktienmärkte an. Der Dollar gewinnt gegen den Yen.

Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dpa

Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben mit Erleichterung auf den Kompromiss zur Lösung der US-Schuldenkrise reagiert. Allerdings sagten Händler, sie beobachten die Entwicklung genau. Es könne dennoch sein, dass die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft werde, da die Einigung nicht automatisch die Bedingungen für die Bestnote AAA von Agenturen wie Standard & Poor's erfülle, sagten Experten. Mit einer Abstimmung über den Kompromissvorschlag im Kongress wurde noch am Montag gerechnet. Der Euro lag kaum verändert bei 1,4390 Dollar, zum Dollar lag der Yen bei 77,70 Yen und war zuvor bis auf 78,00 Yen geklettert. Der Goldpreis gab etwas nach. Marktteilnehmer sagten, der Fokus der Anleger wandere nun hin zu einem möglichen Downgrade der USA sowie zurück zur europäischen Schuldenkrise, in der es in Ländern wie Italien und Spanien massive Strukturprobleme gebe.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent fester bei 9965 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,2 Prozent zu auf 851 Punkte. „Die Bemerkungen von Obama sind vermutlich ausreichend, um den Nikkei die Verluste der vergangenen Tag wettmachen zu lassen. Die Gewinne von heute dürften aber nur Ausdruck einer vorübergehenden Erleichterung sein und nicht eines soliden Vertrauens, dass alle negativen Elemente der US-Wirtschaft eingepreist wurden“, sagte Tsuyoshi Kawata von SMBC Nikko Securities in Tokio.

US-Präsident Barack Obama hatte in der Nacht verkündet, die Spitzen der Republikaner und Demokraten im Kongress hätten sich auf einen Kompromiss in der Schuldenkrise geeinigt, durch den die weltgrößte Volkswirtschaft eine Zahlungsunfähigkeit vermeiden könne. Dem Präsidenten zufolge soll das Haushaltsdefizit binnen zehn Jahren um eine Billion Dollar gesenkt werden. Mögliche zusätzliche Einsparungen belaufen sich auf 1,4 Billionen Dollar.

Investoren kauften in Tokio vor allem Tech- und Exporttitel. Mazda-Titel notierten kaum verändert. Der Autobauer hatte am Freitag seine Geschäftszahlen vorgelegt und enttäuscht. Nach Börsenschluss wollte die Nummer drei Japans, Honda Motor, Zahlen vorlegen. Insgesamt war das Handelsaufkommen in Tokio moderat. Bei den Einzelwerten stach der Industrieroboter-Hersteller Fanuc hervor. Die Aktien legten um rund 4,6 Prozent zu, nachdem es in einem Medienbericht geheißen hatte, das Unternehmen erwarte einen Rekordgewinn für sein im September zu Ende gehendes erstes Geschäftshalbjahr.

Auch an den anderen wichtigen asiatischen Aktienmärkten wie Südkorea, Taiwan und Singapur sowie Hongkong und Shanghai in China setzten sich die positiven Vorzeichen durch.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Karlfred

01.08.2011, 08:23 Uhr

Die Börse dort ist auch manipuliert....
Alles Scheinwerte auf Papier oder im PC !
Nur Dummköpfe glauben dieses Affentheater.....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×