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08.11.2012

08:12 Uhr

Börse Tokio

US-Haushalt macht japanischen Anlegern Sorgen

Vor dem verunsichernden Hintergrund der "Fiskalklippe" in den USA sind auch die japanischen Börsen gefallen. Zu den schwächsten Werten gehören der Autobauer Honda und der Unterhaltungselektronikhersteller Canon.

Die Tokioter Börse verzeichnet heute Verluste. Reuters

Die Tokioter Börse verzeichnet heute Verluste.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag Verluste verbucht. Anleger fürchteten, dass der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama auf erheblichen Widerstand im gespaltenen Kongress bei seinen Bemühungen zur Lösung der amerikanischen Haushaltsprobleme stoßen dürfte. Gleichzeitig tendierte der Yen fester, was japanische Exportwerte belastete.
In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent im Minus bei 8837 Zählern. Es war der niedrigste Stand seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,4 Prozent auf knapp 735 Punkte nach. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea mussten Federn lassen. Der MSCI-Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum mit Ausnahme Japans gab 1,1 Prozent nach.

Die Woche an den Märkten

Mittwoch

Die deutschen Erzeugerpreise im produzierenden Gewerbe für den September geben die Richtung an den Börsen vor. Großunternehmen wie BNP Paribas, Brenntag, Elring Klinger, Grammer, Hochtief, Holcim, ING, Intershop, Klöckner, Kuka, Loewe, Morphosys, Münchener Rück, OMV, Symrise, Voestalpine und Telefonica legen Zahlen vor.

Donnerstag

Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank sowie die anschließende Pressekonferenz zum weiteren Vorgehen in der Euro-Krise geben für Europas Börsen den Takt vor. In den USA wird der Handelsbilanzsaldo veröffentlicht.

Zahlen kommen von Adidas, Commerzbank, der Post und der Telekom, von EADS, Heidelberg Cement, Jenoptik, Jungheinrich, Leifheit, Pro Sieben Sat1, Rhön-Klinikum, Siemens, Société Générale, SMA Solar, Stada und Swiss Re.

Freitag

Die US-Importpreise und das Konsumklima der Uni Michigan dominieren das Geschehen. Ergebnisse melden Allianz, EnBW, Lafarge und Rheinmetall.

Anleger fürchteten, dass die USA zurück in eine Rezession stürzen könnten, sollte die weltgrößte Volkswirtschaft bis Ende des Jahres nicht drohende automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen abwenden kann. Dazu muss eine Einigung im Kongress her, die als schwierig gilt, denn hier hat sich nach der Wahl am Dienstag an den Machtverhältnissen nichts geändert. Obamas Demokraten kontrollieren weiter den Senat, die Republikaner behalten die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Damit droht eines ähnliche Blockadehaltung wie in den vergangenen Jahren.
In Japan trugen zudem schwache Daten aus der Maschinenbaubranche zu Konjunktursorgen bei. Unter dem starken Yen litten vor allem die Titel von Unternehmen, deren Geschäft stark vom Export abhängt. Canon büßten 2,5 Prozent ein, Honda 3,5 Prozent und Toyota 2,6 Prozent. Der Euro lag bei 101,94 Yen, ein Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum späten New Yorker Mittwochshandel. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,2765 Dollar.

Kommentare (1)

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08.11.2012, 06:28 Uhr

*laut lach* Gestern war der Haushalt noch prima und heute? Wo kommen denn plötzlich diese Schuldenberge her? ^^
Aber die Amerikaner haben da ein bekanntes Rezept: Wirkt der Haushalt angespannt, helfen Bomben, wie bekannt. Dank 9/11 und dem endlosen Krieg gegen den Terror, wimmelt es im Mittleren-Osten nur so von Schurken und Schurkenstaaten. Assad in Syrien, der gefährliche Iran, dann noch China und selbst der alte Russe wird langsam wieder zur Gefahr.
Krieg stärkt den Dollar und belebt die Wirtschaft - nur jetzt müsste es schon ein sehr großer Krieg sein - großer als der geplante Iran-Krieg.

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