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08.10.2013

04:48 Uhr

Börse Tokio

US-Haushaltsstreit belastet Nikkei-Index weiter

In den USA ist eine Lösung des Haushaltsstreits weiter nicht in Sicht, die Angst vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA wächst. Der Nikkei verliert den fünften Handelstag in Folge. Der Dollar gerät weiter unter Druck.

Der US-Haushaltsstreit belastet den Nikkei-Index den fünften Handelstag in Folge. Reuters

Der US-Haushaltsstreit belastet den Nikkei-Index den fünften Handelstag in Folge.

TokioDer nervenaufreibende Haushaltspoker in den USA löst an der Tokioter Börse weitere Kursverluste aus. Der Nikkei fiel am Dienstag den fünften Handelstag in Folge vorübergehend auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Später lag er noch 0,2 Prozent im Minus bei 13.822 Punkten. Der breiter aufgestellte Topix verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 1145 Zähler.

Im Konflikt um den US-Haushalt ist eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern weiter nicht in Sicht. Allerdings wurden neue Äußerungen von Präsident Barack Obama als hoffnungsvolles Zeichen interpretiert. Obama sagte, er würde eine kurzfristige Erhöhung der Schuldenobergrenze akzeptieren, um die Zahlungsunfähigkeit der Regierung abzuwenden. Außerdem soll ein einflussreicher Senator der Republikaner an neuen Kompromissvorschlägen arbeiten. "Wenn erst der Stillstand der Verwaltung zu Ende ist und die Schuldenobergrenze angehoben wird und die Berichtssaison in Schwung kommt, wird der Nikkei seine Rally fortsetzen", sagte Shun Maruyama von BNP Paribas.

Unter den Einzelwerten stachen Yahoo Japan heraus, die 8,7 Prozent abstürzten. Zuvor hatte das Unternehmen den Verzicht auf bestimmte Gebühren in seinem E-Commerce-Geschäft angekündigt, um den Handel zu beleben. Dies löste allerdings Befürchtungen aus, dass es in diesem Bereich zu einem verschärften Wettbewerb kommt. Die Aktie des Rivalen Rakuten brach um 13 Prozent ein.

Der anhaltende Haushaltsstreit in den USA sorgt weiter für Druck auf den Dollar. Dieser fiel am Dienstag im fernöstlichen Devisenhandel vorübergehend auf ein neues Zwei-Monats-Tief zum Yen. Später erholte sich die US-Währung wieder auf Kurse um 96,75 Yen. Der Euro notierte mit 1,3577 Dollar wenig verändert zum späten New Yorker Handel am Montag.

Der Schweizer Franken notierte bei 0,9033 je Dollar und 1,2264 Franken je Euro.

Von

rtr

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