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08.01.2013

06:56 Uhr

Börse Tokio

Yen-Gewinne belasten Aktien in Japan

Der Wert der japanischen Währung ist gegenüber dem Dollar gestiegen. Das hat die Aktienkurse in Tokio belastet. Allerdings könnte der Yen bald seine Talfahrt fortsetzen. Samsung-Aktien fallen trotz Rekordquartal.

In der Börse in Tokio. dpa

In der Börse in Tokio.

TokioGewinnmitnahmen haben die Tokioter Börse auch am Dienstag belastet. Vor allem Exportwerte wie Toyota litten darunter, dass der Yen gegenüber dem Dollar an Wert gewann. Dennoch hoffen die Akteure weiter, dass die japanische Notenbank ihre Geldpolitik lockert, um die Konjunktur zu sützen.

Aktien: Tops und Flops im Nikkei-Index

Platz 225

Nisshin Steel: - 9,4 Prozent

Platz 224

Kobe Steel: - 6,54 Prozent

Platz 223

Advantest: - 6,16 Prozent

Platz 222

Mitsui OSK Lines: - 6,4 Prozent

Platz 221

Tokuyama: - 6,04 Prozent

Platz 220

T+D Holding: - 5,94 Prozent

Platz 219

Mitsumi El.: - 5,74 Prozent

Platz 218

Nippon Paper: - 5,6 Prozent

Der die 225 führenden Werte umfassende Leitindex Nikkei baute nach dem Ende der Neujahrsrally seine Vortagsverluste aus fiel bis zum Nachmittag um 0,7 Prozent auf 10.520 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,8 Prozent auf 873 Zähler nach. Auch die Börsen in Shanghai, Hongkong, Seoul, Taiwan und Sydney notierten im Minus.

Experten zufolge wagten sich die Anleger in Tokio nach den zuletzt kräftigen Kursgewinnen noch nicht wieder aus der Defensive. Das könne sich aber schon bald wieder ändern, wenn die japanische Notenbank wie erwartet ihre Geldschleusen weiter öffne und der Yen wieder falle, sagte Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Zuletzt hatte die japanische Währung gegenüber dem Dollar ein Zweieinhalbjahrestief erreicht.

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Zu den größten Verlierern gehörten Exportwerte. So gaben die Aktien des Autobauers Toyota um 1,7 Prozent nach. Die Papiere des Rivalen Suzuki büßten 2,8 Prozent ein. Die Titel des Technologiekonzerns Toshiba fielen um 2,3 Prozent.

Der weltgrößte Smartphone- und Speicherchip-Hersteller Samsung rechnet im abgelaufenen Quartal mit dem fünften Rekordgewinn in Folge. Das operative Ergebnis werde zum Vorjahr wohl um 89 Prozent auf umgerechnet 6,3 Milliarden Euro gestiegen sein, teilte der südkoreanische Elektronikreise am Dienstag mit.

Tops und Flops: Was Aktien, Anleihen und Rohstoffe brachten

2012: Die Gewinne eines Jahres

Berechnung auf Dollarbasis seit dem 31.12.2011.

Quelle: Thomson Reuters Datastream, Stand 7.1.2013

Aktien in Asien

MSCI Asia ex Japan: 25,3 Prozent

Aktien in Schwellenländern

MSCI Emerging Equities: 21,2 Prozent

Hochzinsanleihen

ML Global High Yield Bonds: 20,0 Prozent

Aktien

MSCI Developed Equities: 19,3 Prozent

Anleihen aus Schwellenländern

JPM EMBI Emerging Debt: 19,0 Prozent

Währungsanleihen

JPM Emerging Local Currency Debt: 16,3 Prozent

Japans Währung

Yen je Dollar: 14,4 Prozent

Japanische Aktien

Japan - Nikkei-225-Index: 10,5 Prozent

Kupfer

Kupfer: 6,1 Prozent

Bundesanleihen

Zehnjährige Bundesanleihen: 5,9 Prozent

Gold

Gold: 5,9 Prozent

Rohöl

Rohöl (Brent): 3,7 Prozent

US-Staatsanleihen

Zehnjährige US-Staatsanleihen: 2,7 Prozent

Rohstoffe

CRB Commodities Index: - 3,6 Prozent

Japanische Staatsanleihen

Japan – zehnjährige Staatsanleihen: - 9,8 Prozent

Kaffee, Kakao und Zucker

GSCI Soft Commodities: - 19,6 Prozent

Damit hätte der Apple Rivale sein Ergebnis aus dem dritten Quartal zum Jahresende nochmals um 8,6 Prozent getoppt und auch die Markterwartungen leicht übertroffen. Neben einem robusten Gewinnwachstum im Smartphone-Geschäft führte Samsung das Plus auch auf eine solide Nachfrage nach Flachbildschirmen für mobile Geräte wie etwa Tablet-Computer zurück.

Den Umsatz im vierten Quartal bezifferte das Unternehmen auf rund 40 Milliarden Euro, ein Plus von knapp acht Prozent, was im Rahmen der Erwartungen liegen würde. Seine Quartalsbilanz will Samsung am 25. Januar vorlegen.

Die Aktie konnte von der Mitteilung allerdings nicht profitieren. Das Papier verlor an der Börse in Seoul rund ein Prozent. Analysten meinten, der Kurs werde im Januar eher nach unten tendieren, aber im Februar wieder anziehen - mit Blick auf neue Handy-Verkaufszahlen.

Der Euro hat am Dienstag im frühen Handel in Fernost kaum verändert notiert. Die Gemeinschaftswährung lag bei 1,3111 Dollar. Experten zufolge hielten sich die Anleger vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag zurück. Grundsätzlich habe der Euro dank der jüngsten Entspannung in der Schuldenkrise gute Aussichten für eine kräftigere Erholung, sagte Analystin Kathy Lien von BK Asset Management.

Zum japanischen Währung gab der Euro allerdings um 0,4 Prozent auf 114,65 Yen nach. Auch der Dollar fiel zum Yen um 0,4 Prozent auf 87,44 Yen. Händler sprachen hier von Gewinnmitnahmen. Zuletzt hatte der Dollar zeitweise 88,48 Yen erreicht - den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

Von

rtr

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