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26.03.2013

08:07 Uhr

Börse Tokio

Zypern-Paket sorgt für Ernüchterung an Asiens Börsen

Das Rettungsprogramm für Zypern sorgt an den Börsen zunehmend für Ernüchterung. Die Tokioter Börse folgte den US-Börsen zu Tagesbeginn ins Minus.

Verluste werden auf einem Screen in Tokio angezeigt. dpa

Verluste werden auf einem Screen in Tokio angezeigt.

TokioDie Aktienmärkte in Asien gerieten am Dienstag unter Druck, nachdem die Hilfsvereinbarung für das vom Staatsbankrott bedrohte Euro-Land zu Wochenbeginn zunächst noch Erleichterung ausgelöst hatte. Belastet wurden die Kurse durch Äußerungen des Euro-Gruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem, der in einem Interview mit Reuters und der "Financial Times" die Rettung Zyperns als Modell für andere Länder bezeichnet hatte. Vassili Serebriakov von BNP Paribas sagte, am Markt werde nun davon ausgegangen, dass auch bei zukünftigen Rettungspaketen Privatinvestoren stärker in die Pflicht genommen werden.

Frances Cheung von Credit Agricole CIB in Hongkong ergänzte, die Anleger schauten sich nun die Details des Zypern-Programms an. "Daher ist die Stimmung insgesamt etwas gedämpft, aber keineswegs am Boden", sagte Cheung. Ric Spooner, Marktanalyst von CMC Markets, führte die Kursverluste auch auf Gewinnmitnahmen zurück. Außerdem erinnerten sich viele Investoren wieder an die Risiken, die es in Europa gebe. In New York hatte der Dow-Jones-Index nach anfänglichen Kursgewinnen 0,4 Prozent geschlossen. Zyperns Banken sollen bis einschließlich Mittwoch geschlossen bleiben, zwei Tage länger als ursprünglich für die meisten geplant.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent tiefer bei knapp 12.472 Punkten. Zu den Verlierern gehörten insbesondere Exportwerte mit größerem Engagement in Europa. So gaben Nikon 1,9 Prozent nach, Mazda Motor 4,4 Prozent und Sony 2,7 Prozent. Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen außerhalb Japans notierte 0,2 Prozent schwächer. Besonders stark bergab ging es am Aktienmarkt in Shanghai, die 1,2 Prozent absackte. Hier wurden vor allem Bankentitel verkauft, weil die Börsianer härtere Auflagen bei Immobilienkrediten erwarten.

An den fernöstlichen Devisenmärkten stabilisierte sich der Kurs des Euro. Er notierte mit 1,2875 Dollar nach 1,2852 Dollar im späten New Yorker Handel. Die Gemeinschaftswährung war durch Dijsselbloems Äußerungen bereits am Montag unter Druck geraten.

Wie der Wall Street Handel lief

Video: Wie der Wall Street Handel lief

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Steuerzahler

26.03.2013, 03:35 Uhr

Endlich mal ein klare Ansage. 1A statement inklusiv Umsetzung. Nix Steuerzahler und so. Hätte man schon 2008 in den USA so angehen müssen, hat sich nur keiner getraut und die Politiker haben die Kröte damals geschluckt. VORBEI. Der Mann gefällt mir. By the way, die Börse fängt sich ganz schnell wieder.

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