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19.01.2012

22:37 Uhr

Börse USA

Banken-Optimismus beflügelt Wall Street

Die Wall Street lässt sich vom Banken-Optimismus mitreißen. Vor allem Finanzwerte legen nach Bekanntgabe der Bilanzen der Bank of America und Morgan Stanley zu. Auch eine Bond-Auktion in Europa sorgt für Erleichterung.

Die Kurse an der Wall Street steigen. AFP

Die Kurse an der Wall Street steigen.

New YorkErmutigende Signale von US-Großbanken und aus der Euro-Zone haben die Wall Street am Donnerstag angetrieben. Börsianer griffen besonders bei Finanztiteln zu, nachdem die Bank of America und Morgan Stanley bessere Zahlen vorlegten als von Experten erwartet und sich für das laufende Jahr optimistisch zeigten. Auch von den strauchelnden Gläubiger-Verhandlungen mit Griechenland ließen sich Investoren nicht aus der Ruhe bringen und schöpften stattdessen Hoffnung aus den erfolgreichen Anleihenplatzierungen von Spanien und Frankreich. Beide Euro-Länder sammelten Milliarden am Kapitalmarkt ein und mussten den Investoren nicht mehr so hohe Zinsen bieten wie zuletzt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 12.623 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.563 und 12.625 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,5 Prozent auf 1314 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent und ging mit 2788 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt legte der Dax um ein Prozent auf 6416 Punkte zu.

Positive Signale kamen auch vom US-Arbeitsmarkt. In der abgelaufenen Woche gab es nach offiziellen Angaben so wenige neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Ihre Zahl sank um 50.000 auf 352.000. Die Arbeitslosenquote fiel auf 8,5 Prozent. Zudem lässt der Preisdruck in den USA verstärkt nach. Die jährliche Inflationsrate sank im Dezember auf 3,0 Prozent. Im September hatte sie mit 3,9 Prozent noch ein Drei-Jahres-Hoch erreicht.

Wie der Wall-Street-Handel lief

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Finanzwerte setzten ihre Rally fort. Um 2,4 Prozent sprangen die Aktien der Bank of America in die Höhe. Das Kreditinstitut war im vierten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. „Bank of America hatte ein solides Quartal“, sagte Finanzexperte Allerton Smith von Moody's Analytics. „Die Kapitalquoten sind gestiegen, die Liquidität ist besser und es gibt einen deutlichen Rückgang bei den Problem-Krediten.“

Die Bank of Amerika reiht sich damit mit JP Morgan und Wells Fargo in die Liste der Geldinstitute ein, die zuletzt wieder mehr Geld an Unternehmen verliehen. Auch die Anteilsscheine von Morgan Stanley standen auf den Einkaufslisten und verteuerten sich um 5,4 Prozent.

Die Nasdaq trieben EBay-Aktien an, die 3,9 Prozent zulegten. Das Internet-Handelshaus hat dank eines wachsenden Kerngeschäfts und gestiegener Transaktionen in seiner Bezahlsparte PayPal seinen Quartalsgewinn fast vervierfacht.

Auch Titel von Transportunternehmen waren gefragt: Union Pacific verbuchte im abgelaufenen Quartal einen höheren Gewinn und übertraf auch mit dem Umsatz die Erwartungen von Experten. Das Papier gewann 2,1 Prozent. Nach Börsenschluss wurden die Bilanzen gleich mehrerer Technologieriesen erwartet: Google, IBM, Intel sowie Microsoft sollten Zahlen vorlegen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1944 Werte legten zu, 1018 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.99 Milliarden Aktien 1449 im Plus, 1036 im Minus und 118 unverändert.

Von

rtr

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