Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.02.2011

19:33 Uhr

Börse Wien

OMV-Papiere drücken auf den ATX

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel in einer international schwachen Börsenstimmung um 1,67 Prozent auf 2.867,99 Einheiten.

WienVor allem wegen der OMV-Aktie ging der Mittwoch für die Börse in Wien tiefrot zu Ende. Der ATX musste damit den fünften Verlusttag in Folge hinnehmen.

Mit einem Kursabschlag von 5,75 Prozent auf 30,08 Euro drückten die OMV-Papiere deutlich auf den ATX. Die vorgelegten Zahlen zum vierten Quartal verfehlten die Analystenerwartungen. Zudem warnte das Ölunternehmen vor einem möglichen Totalausfall der Produktion in Libyen. 2010 wurde in Libyen noch rund zehn Prozent der Gesamtproduktion des OMV-Konzerns erzielt. Nach Einschätzung der RCB-Analysten sind die Unruhen in Libyen für OMV jedoch nicht nur negativ. Schließlich stiegen dadurch auch die Rohölpreise und dies werde sich für OMV im ersten Quartal 2011 definitiv positiv auswirken.

Zahlen präsentierten auch Telekom Austria. Die Titel legten um 0,14 Prozent auf 10,46 Euro zu. Die Experten von der Citigroup bewerteten die Ergebnisse als "in line", für die RCB-Analysten wurden die Erwartungen für den Nettogewinn jedoch nicht erfüllt. Auch Rosenbauer (minus 2,84 Prozent auf 36,92 Euro) präsentierte Geschäftsergebnisse. Für die Unicredit lag das Zahlenwerk für 2010 im Rahmen der Schätzungen. Die RCB bewertete vor allem den Auftragseingang im 4. Quartal als überraschend stark.

Palfinger ermäßigten sich um 2,53 Prozent auf 25,60 Euro. Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2010 des Kranbauers bezeichneten die Analysten der RCB als "non-event", da die sie den vorläufigen Ergebnissen entsprachen. Im Finanzbereich standen am Ende unterschiedliche Vorzeichen: Raiffeisen sanken um 1,40 Prozent auf 43,23 Euro. Erste Group schlossen mit plus 0,88 Prozent auf 38,51 Euro. Die Erste wird zum Wochenschluss die vorläufigen Ergebnisse für 2010 vorlegen.

Auf Erholungskurs präsentierten sich Strabag (plus 2,09 Prozent auf 20,52 Euro) nach den jüngsten Abschlägen. Mit den Entwicklungen in Libyen rutschten die Papiere des Bauunternehmens an den vergangenen zwei Handelstagen in Summe um etwa acht Prozent ab. Die Strabag betreibt in und um Tripolis fünf Baustellen. AT & S und RHI schlossen mit jeweils mehr als vierprozentigen Kursabschlägen am unteren Ende des prime market-Segments.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×