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21.03.2011

20:37 Uhr

Börse Zürich

Markt kommt nach Turbulenzen wieder zur Ruhe

Der Schweizer Aktienmarkt hat die neue Woche mit sehr festen Notierungen in Angriff genommen. Die Dividendenpapiere verzeichneten Gewinne auf breiter Front, angeführt von Finanzwerten und Zyklikern.

ZürichGestützt wurde das positive Sentiment von Hoffnungen, dass ein atomarer Super-GAU in Japan vermieden werden kann. Auf Unternehmensseite bestimmte eine Milliardenübernahme im Telekomsektor das Geschehen: die Deutsche Telekom-Tochter T USA-Mobile wird an AT & T verkauft.

Nach einer möglicherweise etwas übertriebenen Kursreaktion in der Vorwoche sei der Markt erst einmal zur Ruhe gekommen, fassten Marktteilnehmer zusammen. Der mittlerweile international und auf militärischer Ebene ausgetragene Konflikt in Libyen sei jedoch ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor, warnten Beobachter.

Der SMI rückte am Montag um 2,06 Prozent auf 6223,91 Punkte vor. Der SLI stieg um 1,92 Prozent auf 993,47 und der breite Gesamtmarkt (SPI) um 2,01 Prozent auf 5659,92 Zähler.

Die in der vergangenen Woche stark abgestraften Papiere der Luxusgüterkonzerne Richemont (+3,2 Prozent) und Swatch (+3,3 Prozent) erholten sich markant und profitieren von starken Zahlen von Tiffany. Von den Aussagen der US-Juwelierkette könnten beruhigende Rückschlüsse auf andere Unternehmen gezogen werden, sagten Händler. Zuletzt hatte der drohende Ausfall der Nachfrage aus Japan, das Land ist für elf Prozent des Absatzes verantwortlich, Ängste vor einem Ende der Wachstumsstory geschürt. Am Dienstag werden die Uhrenexportdaten für den Februar publiziert.

Im Aufwind befanden sich auch andere zyklische Valoren wie SGS (+4,3 Prozent), Logitech (+3,6 Prozent) und Kühne+Nagel (+3,4 Prozent). Letztere Papiere profitierten dabei von einem Artikel in der "FTD" mit Aussagen des VR-Delegierten Karl Gernandt. Das Logistikunternehmen will offenbar einen weit reichenden Konzernumbau starten, wie dieser gegenüber dem Blatt ausführte. SGS wiederum wurden von der Bank Vontobel auf "Buy" hochgestuft.

Swiss Re (+1,7 Prozent) erholten sich ebenfalls deutlich. Die vom Rückversicherer vor Steuern auf 1,2 Mrd Dollar geschätzte Schadenbelastung für die Erdbebenkatastrophe in Japan lag am unteren Ende der von Analysten erwarteten Bandbreite. Händler sehen Raum für weitere Kursgewinne, zumal das Papier nach der Erdbebenkatastrophe innerhalb weniger Tage um über 15 Prozent eingebrochen war. Andere Finanzwerte wie Credit Suisse (+2,0 Prozent), UBS (+2,9 Prozent) und Zurich Financial Services (+2,6 Prozent) zeigten sich mit Nachholbedarf gleichfalls deutlich fester.

Von

dpa

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