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12.09.2016

09:39 Uhr

Börsen Asien

Akku-Probleme bringen Samsung-Aktie unter Druck

Deutliche Kursverluste an den asiatischen Börsen: Wichtige Indizes geben deutlich nach und folgen damit den Vorgaben der Wall Street von Freitag. Die Probleme mit Smartphone-Akkus setzen Samsung besonders stark zu.

Das Gerät Anfang September in einem Schaufenster im koreanischen Seoul. Reuters

Galaxy Note 7

Das Gerät Anfang September in einem Schaufenster im koreanischen Seoul.

TokioIm asiatischen Aktienhandel am Montag stechen die Papiere des Elektronikkonzerns Samsung hervor. Das Papier fiel um sieben Prozent und damit so stark an einem Tag wie seit vier Jahren nicht. Auslöser sind Probleme mit dem Flaggschiff-Produkt der Handysparte, dem Galaxy Note 7.

Zum Ende der vergangenen Woche hatte die US-Verbraucherschutzbehörde den Nutzern der Geräte empfohlen, sie nicht mehr zu laden und abzuschalten. Eine ähnliche Empfehlung hatte zwar Samsung selbst bereits gegeben, doch die Involvierung einer Behörde schreckte die Investoren offensichtlich auf. Bei etwa drei Dutzend Geräten hatten die Akkus Feuer gefangen oder waren explodiert. Das Galaxy Note 7 war vor etwa drei Wochen auf den Markt gekommen.

Darüber hinaus beschäftigten sich die asiatischen Märkte mit Spekulationen über eine baldige Zinsanhebung in den USA und Sorgen um die regionale Sicherheit nach Nordkoreas Atomtest haben die Börsen in Asien am Montag belastet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,7 Prozent schwächer auf 16.772 Punkten. Das war der größte Tagesverlust seit Anfang August. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans gab um 2,6 Prozent nach. Die Börse in Hongkong verlor 2,8 Prozent, der Aktienmarkt in Südkorea gut zwei Prozent.

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Die US-Notenbank Federal Reserve machte im Vorfeld ihrer nächsten Sitzung auch die asiatischen Anleger nervös. Innerhalb der Fed wurde zuletzt verstärkt vor einer zu zögerlichen Zinspolitik gewarnt. Höhere Zinsen sind aber tendenziell schlecht für die Aktienmärkte, weil dadurch andere Investitionen wie etwa in Anleihen attraktiver werden.

Der Euro notierte 0,1 Prozent fester bei 1,1247 Dollar. Der Schweizer Franken wurde zum Euro mit 1,0969 und zum Dollar mit 0,9751. Ein Dollar kostete 102,49 Yen.

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