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29.12.2015

09:08 Uhr

Börsen Asien

Börsen in Fernost überwiegend im Plus

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag anfängliche Verluste wettgemacht. Auch in China, wo die Börsen am Vortag deutliche verloren, lagen die Indizes im Plus. Auch der Ölpreis machte etwas Boden gut.

Fußgänger spiegeln sich in einer Anzeigentafel, die die Aktienkurse der Börse Tokio zeigen. dpa

Börsen Asien

Fußgänger spiegeln sich in einer Anzeigentafel, die die Aktienkurse der Börse Tokio zeigen.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag anfängliche Verluste wettgemacht und sind überwiegend in den positiven Bereich gedreht. Auch in China, wo die Börsen am Vortag deutliche Verluste verbucht hatten, lagen die Indizes im Plus. Auch der Ölpreis machte etwas Boden gut. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,11 Prozent im Plus.

In Japan ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 0,58 Prozent auf 18.982 Punkte aus dem Handel. Damit zeichnet sich ein Gewinn von acht Prozent im ablaufenden Jahr ab. Der breiter gefasste Topix gewann 0,93 Prozent auf 1543 Zähler. Händler rechneten nicht mit mehr mit größeren Bewegungen bis zum Jahresende.

In China legte der Leitindex von Shanghai mit 0,85 Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,92 Prozent. Beide Indizes hatten am Vortag mehr als zwei Prozent verloren.

Die schwärzesten Tage des Dax: 1989-2001

Was zeichnet einen Crash aus?

Eindeutige Kriterien für einen Crash gibt es nicht - außer Panik, hohe Umsätze und hohe Verluste. Beim bislang größten Börsenkrach der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987, als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index an der Wall Street um 23 Prozent einbrechen ließ, gab es den Dax noch nicht. Er wurde erst am 1. Juli 1988 erstmals berechnet. Die höchsten Verluste des Dax seither:

16. Oktober 1989

Der Dax fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten bei einem Unternehmensverkauf einen Ausverkauf auslösten.

19. August 1991

Ein später gescheiterten Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow drückt den Dax um gut neun Prozent ins Minus.

28. Oktober 1997

Im Sog der Asienkrise sackt der Dax im Handelsverlauf um bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998

Die Angst vor einem Flächenbrand im Bankenwesen nach der Schieflage eines Hedgefonds in den USA und einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland drücken den Dax um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001

Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

„Die Handelsvolumina sind aber in der ganzen Region sehr niedrig, sogar niedriger als im vorweihnachtlichen Handel“, sagte Angus Nicholson, Markt-Analyst bei IG in Melbourne. Man könne daher nicht viel daraus lesen.

Der Ölpreis stabilisierte sich, nachdem sowohl US-Öl als auch die Nordsee-Sorte Brent am Montag mehr als drei Prozent verloren hatten. Brent stieg um 0,1 Prozent je Barrel auf 36,67 Dollar. Damit lag der Preis aber immer noch dicht an seinem Elf-Jahres-Tief von 35,98 Dollar, auf das er vergangene Woche gefallen war. US-Öl wurde mit 36,89 Dollar gehandelt, ein Plus von 0,2 Prozent.

Der Euro lag in Fernost zur US-Währung kaum verändert bei 1,0961 Dollar. In japanischer Währung wurde der Dollar mit 120,36 Yen gehandelt.

Von

rtr

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