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14.06.2016

08:36 Uhr

Börsen Asien

Brexit-Sorgen belasten Tokioter Börse

Die Fed-Entscheidung und ein drohender Ausstieg Englands aus der EU-Mitgliedschaft ziehen die Werte in Asien nach unten. Japans Finanzminister kündigte an, bei einer weiteren Aufwertung des Yen einschreiten zu wollen.

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio. AFP; Files; Francois Guillot

Tokio

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag vor der Sitzung der US-Notenbank nachgegeben. Anleger rechnen mit keiner Zinserhöhung, jedoch mit Hinweisen auf den Zeitpunkt für die nächste Straffung der Geldpolitik. Für Verunsicherung am Markt sorgte weiterhin das nahende Referendum über die britische EU-Mitgliedschaft. Hedgefonds hätten angefangen, auf den sogenannten „Brexit“ zu setzen, berichteten Marktteilnehmer. „Im Moment gibt es einfach keinen überzeugenden Grund, Aktien zu kaufen“, sagte Zeng Yan von Zhongtai Securities.

In Tokio sank der Nikkei-Index am Tag vor dem Zinsentscheid der Fed um ein Prozent auf 15.859 Punkte. Am Tag zuvor hatte der Index 3,5 Prozent eingebüßt. Zu den Verlierern in Japan gehörten erneut Exportwerte wie etwa Toshiba. Hier belastete die steigende Landeswährung Yen. Japans Finanzminister Taro Aso betonte unterdessen, bei einer weiteren Aufwertung der Landeswährung einschreiten zu wollen. Ein starker Yen verteuert die Produkte japanischer Exportfirmen. Aufgrund der Sorgen vor einem Brexit stecken Investoren derzeit ihr Kapital auch in den Yen.

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In Shanghai notierte der Index wenig verändert. Zwar spekulierten Anleger darauf, dass der US-Finanzdienstleister MSCI erstmals chinesische Papiere in seinen Schwellenländer-Index aufnimmt und damit die Nachfrage ankurbelt. Viele Marktteilnehmer rechnen jedoch damit, dass dies kurzfristig nur einen geringen Effekt hat, da globale Fonds Zeit benötigen, die Zusammensetzung der Investments neu auszurichten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,4 Prozent im Minus.

Der Euro gab im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht nach. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1282 Dollar. Die japanische Landeswährung bewegte sich mit 105,975 Yen in der Nähe eines Sechswochenhochs zum Dollar.

Von

rtr

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