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07.01.2016

08:24 Uhr

Börsen Asien

China stoppt den Handel in Rekordzeit

Nach heftigen Kursrutschen wurde der Handel an Chinas Leitindex erneut gestoppt. Es war der kürzeste Handelstag an Chinas Aktienmärkten. Star-Investor George Soros fühlt sich an die Krise aus dem Jahr 2008 erinnert.

Neuer China-Absturz drückt Dax wohl unter 10.000 Punkte

Börsen-News: Neuer China-Absturz drückt Dax wohl unter 10.000 Punkte

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ShanghaiChinas Börsen sind wieder in den Keller gesackt. Nach dem zweiten Kursrutsch in dieser Woche wurde der Börsenhandel in dem Land am Donnerstag erneut für den Rest des Tages ausgesetzt. Die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen waren zuvor um mehr als sieben Prozent gefallen.

Es war mit 30 Minuten der kürzeste Handelstag in der 25-jährigen Geschichte der Aktienmärkte Chinas. Die neuen Turbulenzen und die Sorgen um den Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft haben diese Woche weltweit Schockwellen ausgelöst.

Der legendäre US-Investor George Soros zeigte sich ob des anhaltenden Negativtrends an Asiens Märkten besorgt. Die globalen Märkte stünden einer Krise gegenüber, Investoren müssten nun äußerst vorsichtig sein, sagte Soros auf einer Wirtschaftsforum in Sri Lanka. China habe Schwierigkeiten ein neues Wachstumsmodel zu finden. Dieses Problem stecke auch den Rest der Welt an. Nicht zuletzt die jüngste Zinsanhebung stelle die Schwellenländer vor große Herausforderungen.

Die US-Notenbank Fed hatte im Dezember zum ersten Mal seit zehn Jahren ihre Leitzinsen angehoben. Ökonomen erwarten, dass Investoren ihr Kapital nun zunehmend aus Schwellenländern abziehen, um es sicherer im Dollar-Raum anzulegen. Das aktuelle Marktumfeld „erinnert mich an die Krise, die wir im Jahr 2008 erlebt haben“, sagt Soros.

Beim chinesischen Leitindex China Securities Index 300 (CSI 300) kam, wie bereits am Montag zum Jahresauftakt, der neu eingeführte Schutzmechanismus zum Zuge, der bei einem Kursrückgang um mehr als fünf Prozent erst eine 15-minütige Unterbrechung und dann bei einem Minus von mehr als sieben Prozent einen völligen Abbruch des Handels vorsieht. Im CSI 300 werden die 300 führenden Werten der Börsen in Shenzhen und Shanghai geführt.

Nach dem Einbruch zum Wochenanfang hatte die chinesische Regierung Milliarden in den Markt gepumpt. Auch wurden neue Maßnahmen angekündigt, um die Kurse zu stützen, was zunächst auch kurzfristig gelungen war. Doch fehlt das langfristige Vertrauen der Anleger.

Kommentare (4)

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Herr Percy Stuart

07.01.2016, 09:28 Uhr

Was ich einfach nicht verstehe, sind die widersprüchlichen Meldungen in den deutschen Leit und Wirtschaftsmedien. Egal ob EU-Wirtschaftsmigration, Wirtschaftsaufschwung, Arbeitslosenzahlen, Reallohnzuwächse und dergleichen mehr. Irgendwie stellt sich für meine persönliche Wahrnehmung der Fakten die tatsächliche Lage völlig konträr da. Seit Jahren schwächelnde und stagnierende Weltwirtschaft, überschuldete Pleite-Staaten, überschuldete Zombiebanken, überschuldete Privathaushalte, ein Abwertungswettlauf der Währungen, Massenarbeitslosigkeit in den USA und Europa, Nullzinspolitik, Staatsanleihenaufkäufe der Zentralbanken und monatliches EZB-Gelddrucken im hohen zweistelligen Millarden Euro Bereich. Was soll daran noch „gesund“ sein? Wir haben kein Wachstum, weil die Welt überschuldet ist, weil es zu wenige Arbeitsplätze gibt, in welchem die Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen können, weil viele Löhne so niedrig liegen, dass man von diesen nicht einmal mehr leben kann, global betrachtet eine einzige Zumutung für Milliarden von Menschen. Und hier im HB wird jetzt darüber spekuliert, ob der DAX nun unter die 10.000 Punkte Marke fällt, weil in China die Börsen abrauschen. Merkt ihr selbst eigentlich noch irgendwelche Einschläge, oder seid ihr in eurer DAX- und Börsenblase komplett vom Rest der Menscheit abgekoppelt?

Herr Bernhard Ramseyer

07.01.2016, 09:29 Uhr

- Der legendäre US-Investor George Soros zeigte sich ob des anhaltenden Negativtrends an Asiens Märkten besorgt. Die globalen Märkte stünden einer Krise gegenüber, Investoren müssten nun äußerst vorsichtig sein, sagte Soros auf einer Wirtschaftsforum in Sri Lanka. -

Der besorgte Starinvestor, soll sein Geld - nicht das der EU - in der Ukraine anlegen, die Ukraine soll für Risiko-Kapital das chancenreichste Land der Welt sein.

Herr Sebastian Graef

07.01.2016, 09:35 Uhr

„Der Yen bleibt profitiert als sicherer Hafen...." Die US-Notenbank Fed hatte im Dezember zum ersten Mal seit zehn Jahren ihre Leitzinsen.?? Bitte lesen Sie den Artikel nochmals, da sind ein paar seltsame Sätze drin. Worte vergessen etc.

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