Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2016

10:31 Uhr

Börsen Asien

Chinas Börsen brechen wieder um fünf Prozent ein

Die Talfahrt der asiatischen Börsen hält an – obwohl die chinesische Notenbank die Währung aufgewertet hat. Die Folgen spürt nun auch Russland. Der Dax zeigt sich zu Handelsbeginn jedoch unbeeindruckt.

Hat George Soros recht?

Droht die nächste Finanzkrise, Frau Navidi?

Hat George Soros recht?: Droht die nächste Finanzkrise, Frau Navidi?

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

SchanghaiChina hat seine Währung Yuan am Montag etwas aufgewertet, die instabilen Aktienbörsen damit aber nicht beruhigen können. „Unterschiedliche Signale über die Währungspolitik haben die Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt“, schrieb Währungsexperte Paul Mackel von der HSBC. Die chinesische Leitindex CSI 300 gab nach den Kurseinbrüchen der Vorwoche am Montag erneut um fünf Prozent nach, der Shanghai Composite Index verlor 5,3 Prozent. Noch schlimmer erwischte es den Shenzhen Component Index. Er sackte um 6,12 Prozent ab. Der ChiNext Index für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, lag mit 6,34 Prozent im Minus.

Trotz massiver staatlicher Interventionen dauert der schwere Kursrückgang in China seit vergangener Woche an, als der Index in Shanghai in fünf Tagen schon fast zehn Prozent verloren hat. Der Börseneinbruch in China zieht Aktienmärkte weltweit ins Minus. Auch am Montag lagen andere asiatische Börsen wieder deutlich niedriger.

Mark Mobius im Interview : „Herdeneffekt bei Verkäufen“

Mark Mobius im Interview

„Herdeneffekt bei Verkäufen“

Mark Mobius vom US-Fondshaus Franklin Templeton sieht chinesische Aktien noch nicht am Tiefpunkt. Der Schwellenländer-Experte erklärt die Kursschwankungen und erklärt ihre Folgen für andere Länder sowie den Ölpreis.

Am Montag legte die Notenbank den Mittelwert des Yuan zum Dollar auf 6,5626 Yuan fest. Im Vergleich zu den 6,5636 vom Freitag bedeutete dies eine weitere kleine Aufwertung. Zuvor hatte die Notenbank die Währung acht Handelstage in Folge abgewertet, was die Sorge vor einem Handelskrieg ausgelöst und drastisch fallende Kurse an den chinesischen Börsen und in der Folge auch an den anderen Handelsplätzen weltweit nach sich gezogen hatte.

Mit Verzögerung schlägt der Einbruch der chinesischen Börse nun auch in Russland zu. Die Börsen des Landes hatten den Handel im neuen Jahr erstmals am Montag gestartet. Prompt sackte der Leitindex RTS, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen umfasst, um vier Prozent ab.

Anleger bleiben nervös

Verwirrung um Chinas Wirtschaftspolitik

Anleger bleiben nervös: Verwirrung um Chinas Wirtschaftspolitik

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Um die Anleger zu beruhigen, hatte die Börsenaufsicht zum Ende der Woche einen neuen Schutzmechanismus wieder abgeschafft, der zu einer Abwärtsspirale geführt hatte. Danach wurde der Handel bei einem Rückgang um mehr als fünf Prozent für 15 Minuten ausgesetzt und bei mehr als sieben Prozent abgebrochen, was aber zu Panik geführt hatte.

In Japan blieben die neuerlichen Kursrutsche bislang ohne Konsequenzen – die Börse in Tokio blieb am Montag wegen eines Feiertags geschlossen.

Der Dax ließ zum Handelsstart nicht von der schlechten Stimmung in China anstecken. Für den deutschen Leitindex ging es am frühen Vormittag um 0,8 Prozent auf 9928 Zähler nach oben.

Deutsche Aktien: In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

Deutsche Aktien

In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

Chinas Wirtschaft schwächelt. Das könnte auch Deutschlands Konzerne treffen. Ein Unternehmen liegt in China vorn.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×