Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2016

08:57 Uhr

Börsen Asien

Chinesische Handelsdaten geben nicht allen Börsen Auftrieb

Die chinesischen Exporte sind auch im Dezember geschrumpft, doch weniger stark als befürchtet. Das gibt einigen Aktienmärkten Auftrieb, vor allem japanische Inidzes legen zu. Doch an Chinas Börsen herrscht Skepsis.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Japan

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioNach dem schwachen Jahresstart haben ermutigende Handelsdaten aus China den asiatischen Börsen am Mittwoch Auftrieb verliehen. Die chinesischen Exporte sanken auch im Dezember, mit 1,4 Prozent fiel der Rückgang aber erheblich geringer aus als von Experten befürchtet. Auch die Importe fielen weniger als erwartet.

Zwar zweifelten die Anleger an der Verlässlichkeit der Daten, doch schürten die Zahlen Hoffnungen, dass sich die chinesische Konjunktur und damit auch der Welthandel in diesem Jahr wieder stabilisieren, sagten Börsianer. "Die Daten unterstützen unsere Sicht, dass es trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten keine große Verschlechterung der chinesischen Wirtschaft gibt", erklärte Volkswirt Daniel Martin vom Analysehaus Capital Economics.

In Tokio machte der Leitindex Nikkei kräftig Boden gut und schloss 2,9 Prozent höher bei 17.716 Punkten. Damit konnte er erstmals in diesem Jahr zulegen. Exportwerte wie Toyota und Honda gehörten mit einem Plus von rund drei Prozent zu den größten Gewinnern. Der MSCI-Asien-Pazifik-Index für die Aktienkurse großer Firmen außerhalb Japans stieg um rund ein Prozent. Auch die Kurse in Südkorea, Taiwan und Australien erholten sich. An den chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen ging es dagegen nach anfänglichen Gewinnen wieder bergab. Die Anleger blieben sehr nervös, der Handel sei weiter sehr volatil, erklärten Analysten.

Börse Frankfurt: Dax fällt unter 10.000 Punkte

Börse Frankfurt

Dax fällt unter 10.000 Punkte

Die Kursgewinne des Vormittags sind futsch – der Dax rutscht erneut unter die 10.000-Punkte-Marke. Zwar legen die Energiekonzerne zu. Das reicht aber nicht mehr, um die Verluste der Autobauer wettzumachen.

Alle Augen blieben dort weiter auf die chinesische Notenbank gerichtet, die den Mittelwert des Yuan zum Dollar kaum verändert zum Vortag auf 6,5630 (Dienstag 6,5628) Yuan festsetzte. Der Einfluss der Yuan-Abwertung auf Chinas Exporte werde sich mit der Zeit abschwächen, sagte der Sprecher der Zollverwaltung, Huang Songping.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×