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15.04.2016

11:38 Uhr

Börsen Asien

Die Luft ist raus

Die Märkte in Fernost beenden eine starke Woche mit leichten Verlusten. Das liegt weniger an lahmen Zahlen aus China. Die waren so erwartet worden und deuten gar eine Stabilisierung an. Es fehlte schlicht die Kraft.

Die Konjunktur im Reich der Mitte lahmt. AP

Der Gesichtsausdruck spricht Bände.

Die Konjunktur im Reich der Mitte lahmt.

Nach der jüngsten Rally an den asiatischen Aktienmärkten haben die Anleger am Freitag Gewinne mitgenommen und vor dem Treffen der Ölproduzenten am Sonntag wenig Risikobereitschaft gezeigt. Kaum Auswirkungen hatten die chinesischen Konjunkturdaten auf die Stimmung der Börsianer. Im ersten Quartal ist die Wirtschaft dort zwar so langsam gewachsen wie zuletzt vor sieben Jahren. Allerdings war dies erwartet worden.

Der MSCI-Index für die Aktien der Region Asien/Pazifik ohne Japan stieg um 0,3 Prozent. Im Einzelnen bot sich ein uneinheitliches Bild: In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent niedriger bei 16.848 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 0,7 Prozent auf 1361 Zähler. In China schwankten die beiden wichtigsten Indizes SSEC und CSI300 im Handelsverlauf zwischen dem roten und grünen Bereich. Die Börse in Hongkong tendierte kaum verändert. In Südkorea lag der Kospi-Index knapp 0,2 Prozent im Minus.

Asiens Börsen haben in den vergangenen Tagen einen rasanten Höhenflug erlebt. Allerdings wachsen die Zweifel an der gegenwärtigen Rally, wie der IG-Marktanalyst Angus Nicholson aus Melbourne schrieb. Andererseits seien die negativen Renditen vieler Staatsanleihen derzeit ein guter Anreiz für Aktienkäufe.

An den Devisenmärkten wurde der Euro kaum verändert mit 1,1258 Dollar gehandelt. In japanischer Währung wurden 109,56 Yen für den Dollar gezahlt. Die Hoffnungen auf eine Einigung der Ölproduzenten am Sonntag zur Reduzierung der Produktion, die die Preise zur Wochenmitte hochgetrieben hatten, sind inzwischen wieder weitgehend verflogen. US-Öl kostet zwar sechs Cent mehr, lag mit 41,56 Dollar je Barrel aber unter dem Viereinhalbmonatshoch vom Mittwoch. Für die Nordseesorte Brent wurden 43,89 Dollar je Barrel gezahlt.

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